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05.10.2013

Merkel Schuldenabbau & Bildungsinvestitionen Top-Themen

„Man kann das im Grunde nur durch Innovation sicherstellen.“

Berlin – Für Bundeskanzlerin Angela Merkel gehören der Abbau der Schuldenberge sowie Investitionen in Bildung und Forschung zu den wichtigsten Aufgaben der nächsten Jahre. Wirtschaftswachstum sicherzustellen, sei eine Daueraufgabe, sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. „Man kann das im Grunde nur durch Innovation sicherstellen – indem wir an den wesentlichen Trends der Weltwirtschaft mit teilhaben.“

Hierbei sei es ganz besonders wichtig, die sogenannte Industrie 4.0-Entwicklung zu gestalten: die Verschmelzung von Internet- und Informationstechnologien mit der klassischen Industrie. Das werde sich im Automobilbau, in der chemischen Industrie wie im Maschinenbau zeigen, so die Bundeskanzlerin. „Hier muss Deutschland Weltspitze sein, und darauf müssen wir besonders achten.“

Merkel bekennt sich zu dem Ziel, drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung auszugeben. „Ich sage klar: ja“, antwortete die Bundeskanzlerin auf die Frage, ob sie Schul- und Hochschulabgängern rate, Start-ups zu gründen. Man solle sich allerdings gut informieren und Fachberatung in Anspruch nehmen. Wer beim ersten Anlauf scheitere, müsse eine zweite Chance bekommen. Diese Kultur gelte es in Deutschland zu fördern, so Merkel.

Angesichts des demografischen Wandels sei es zudem wichtig, mehr Menschen über 60 in Arbeit zu bringen, erklärt die Bundeskanzlerin. Die zweite Herausforderung laute, dass Menschen mit ausländischem Hintergrund durch eine gute Integrationspolitik im Durchschnitt die gleichen Bildungsabschlüsse schafften wie die mit einem deutschen Hintergrund. Merkel: „Hier haben wir auch noch sehr viel zu tun, denn wir brauchen die Migrantinnen und Migranten in unserem Erwerbsleben mit guter Bildung.“ Ausländische Fachkräfte spielten eine „zunehmend wichtige Rolle“, sagt die Bundeskanzlerin.

Sie setze vor allem auf den europäischen Arbeitsmarkt. „Europa muss sich nicht nur zu einem Raum eines Binnenmarktes entwickeln, sondern auch zu einem Raum eines gemeinsamen Arbeitsmarktes. Das wird viele Jahre dauern. Aber Deutschland kann ja auch Vorreiter sein.“

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