Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

31.10.2015

Merkel „Made in Germany“ durch VW-Abgasskandal nicht beschädigt

„Es wird jetzt viel davon abhängen, wie VW mit diesem Sachverhalt umgeht.“

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel glaubt nicht, dass der Ruf die Marke „Made in Germany“ durch den VW-Abgasskandal beschädigt worden ist. Sie betonte in ihrem aktuellen Video-Podcast allerdings, was bei VW geschehen sei, könne man „in der Tat nicht auf die leichte Schulter nehmen“. „Es wird jetzt viel davon abhängen, wie VW mit diesem Sachverhalt umgeht“, so Merkel. Das Unternehmen könne die Sache überwinden, wenn es transparent aufkläre und seine Strukturen so gestalte, dass so etwas nicht wieder passieren könne. „Ich glaube, dass VW daran auch mit allen Kräften arbeitet“, sagte die Bundeskanzlerin.

Der Tag der Deutschen Industrie, auf dem Merkel am Dienstag spricht, finde in einer Zeit statt, „in der wir moderates, aber beständiges Wachstum haben, in der die Beschäftigungssituation sehr gut ist“. Vor allem gehe es jetzt darum, die Weichen für die Zukunft so zu stellen, „dass wir auch morgen noch sagen können, dass Deutschland ein starkes Land ist, einen guten Anteil der Wertschöpfung im industriellen Bereich hat“, erklärte die Bundeskanzlerin. Die Politik könne die Rahmenbedingungen mit setzen, aber natürlich müsse die Wirtschaft ihren Beitrag dazu leisten.

Merkel bescheinigt der Wirtschaft, in Sachen Digitalisierung sei „unglaublich viel im Gange“. Zwischen Bundesregierung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gewerkschaften gebe es durch die Digitale Agenda eine sehr gute Kooperation. „Ein wenig Nachholbedarf“ sieht die Bundeskanzlerin dagegen im Verwaltungsbereich, bei der Umstellung auf E-Government. „Hier könnten wir schneller werden“, räumte Merkel ein.

Einmal mehr zeigt sich die Bundeskanzlerin davon überzeugt, dass die Energiewende für Deutschland eine Chance sei. Die, die sich heute schon umstellten, hätten später die Nase vorn, sagte Merkel.

Zu bemängeln seien nur die „immer wieder sehr langen Diskussionen mit Europa“ über die Sonderregelung für die energieintensive Industrie. „Aber wir haben alle diese Diskussionen sehr erfolgreich bestanden“, betonte Merkel. Energieintensive Produktion müsse weiter in Deutschland zu Hause sein. Es wäre absurd, sie dorthin zu verlagern, wo die Umweltbestimmungen schlechter seien, anstatt in Deutschland zu produzieren und gleichzeitig Arbeitsplätze zu erhalten.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/merkel-made-in-germany-durch-vw-abgasskandal-nicht-beschaedigt-90286.html

Weitere Nachrichten

Martin Schulz

© über dts Nachrichtenagentur

Bundestagswahl Schulz will im Juli eigenes „Zukunftskonzept“ vorlegen

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will neben dem Regierungsprogramm seiner Partei auch ein kompaktes Konzept für die Zeit nach der Bundestagswahl vorlegen. ...

Maike Kohl-Richter und Helmut Kohl am 08.10.2014

© über dts Nachrichtenagentur

Bundesarchiv Maike Kohl-Richter soll Akten herausgeben

Nach dem Tod von Altkanzler Helmut Kohl hat sich der Präsident des Bundesarchivs, Michael Hollmann, schriftlich an die Witwe Maike Kohl-Richter gewandt. ...

VW-Logo

© über dts Nachrichtenagentur

Abgas-Skandal Grüne fordern von VW Verlängerung der Gewährleistungsfrist

Die Grünen haben Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) aufgefordert, sich stärker für die Rechte der vom VW-Abgasskandal betroffenen Fahrzeughalter einzusetzen. ...

Weitere Schlagzeilen