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Hinrichtungsstätte

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27.03.2014

Menschenrechtsbeauftragter Zunahme der Hinrichtungen „alarmierend“

„Die Todesstrafe ist unmenschlich und rechtspolitisch unsinnig.“

Berlin – Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, Christoph Strässer, hat die weltweite Zunahme von Hinrichtungen als „alarmierend“ bezeichnet. „Der ganz überwiegende Teil aller Hinrichtungen im Jahr 2013 fand in nur sechs Staaten statt. Vor allem die hohen Zahlen aus dem Irak und Iran sind höchst besorgniserregend“, sagte Strässer am Donnerstag in Berlin.

Allerdings sei es zugleich ermutigend, dass der internationale Trend zur Abschaffung der Todesstrafe in vielen Teilen der Welt ungebrochen anhalte. „Die Todesstrafe ist unmenschlich und rechtspolitisch unsinnig. Sie hat im 21. Jahrhundert keinen Platz! Die Bundesregierung lehnt sie unter allen Umständen ab und setzt sich gemeinsam mit ihren Partnern in der EU konsequent für ihre weltweite Abschaffung ein“, betonte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte zuvor ihren Bericht zu den weltweit verhängten Todesstrafen im Jahr 2013 veröffentlicht. Demnach sorgen zwei Länder für einen alarmierenden Anstieg der weltweiten Hinrichtungszahlen: Im Iran (mindestens 369) und Irak (mindestens 169) sind 2013 fast Hundert Personen mehr hingerichtet worden als 2012. Zusammen mit China, Saudi-Arabien (mindestens 79), den USA (39) und Somalia (mindestens 34) stellen sich diese Staaten gegen den weltweiten Trend zur Abschaffung der Todesstrafe.

Beunruhigend ist aus Sicht der Menschenrechtsorganisation auch, dass Indonesien, Kuwait, Nigeria und Vietnam nach längerer Unterbrechung 2013 wieder Menschen hinrichteten. „Dass die Masse der Hinrichtungen auf das Konto einiger weniger Staaten geht, ist bestürzend und beschämend“, sagte Oliver Hendrich, Vorstandssprecher von Amnesty International in Deutschland und Experte zur Todesstrafe.

„Außerhalb Chinas finden fast 80 Prozent der Hinrichtungen in nur drei Ländern statt: Iran, Irak und Saudi-Arabien. Umso erfreulicher sind die kleinen Erfolge, die es in allen Regionen gab. In den meisten Teilen der Welt gehören Hinrichtungen der Vergangenheit an.“

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