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Julia Timoschenko

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27.04.2012

Fall Timoschenko Freilassung noch vor der Fußball-EM gefordert

Von einem Boykott des Fußballturniers hält Löning wenig.

Berlin – Im Fall der ehemaligen ukrainischen Regierungschefin Julia Timoschenko erhöht die Bundesregierung den Druck auf die Regierung in Kiew: Die ukrainische Regierung müsse noch vor der Anfang Juni beginnenden Fußball-Europameisterschaft eine Lösung finden.

Aus meiner Sicht kann das nur bedeuten, dass Frau Timoschenko und den anderen Betroffenen unverzüglich die medizinische Versorgung zukommt, die sie benötigen und sie zumindest aus humanitären Gründen sofort freigelassen werden“, sagte der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), „Handelsblatt-Online„.

Von einem Boykott des Fußballturniers hält Löning wenig. Die EM sei zu einem Zeitpunkt an die Ukraine vergeben worden, als die positiven Entwicklungen in dem Land alle hoffnungsvoll gestimmt hätten. „Leider sehen wir in den letzten Jahren eine Rückwärtsbewegung, die uns sehr enttäuscht.“ Doch, so Löning weiter: „Wir müssen nun mit der Vergabeentscheidung leben.“

Das internationale Augenmerk dürfe daher nicht nur auf den Fußball gerichtet werden, sondern vor allem auch auf die menschenrechtlichen Probleme. So müsse etwa über den Umgang mit Julia Timoschenko und den anderen ehemaligen Regierungsmitgliedern gesprochen werden. „Das passiert gegenwärtig ja auch sehr intensiv“, sagte Löning. Dadurch wird der Druck auf das Regime erhöht.

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