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Meilensammler Kluge zwischen Holz und Asphalt

© dapd

01.02.2012

Sixdays Meilensammler Kluge zwischen Holz und Asphalt

Der Radsportler wagt für olympisches Edelmetall den Spagat zwischen Bahn und Straße.

Berlin – Roger Kluge muss mittlerweile ein dickes Meilenkonto haben. Nach dem letzten Sprint des Berliner Sechstagerennens packte der 25-Jährige schnell seine Koffer und setzte sich wieder in den Flieger. Das Ziel diesmal: Katar. In der Wüste ist Kluge wieder für sein Team Project 1t4i im Einsatz, vor seinem vierten Platz bei der Berliner Sixdays-Party keuchte er noch in den Bergen der spanischen Sierra Nevada. Kluge wagt auch in diesem Jahr den Spagat zwischen Bahn und Straße – alles für seinen Traum vom olympischen Gold.

Den Reisestress steckt der Meilensammler offenbar locker weg. “Ich habe mich in Berlin durch die Wettkampfkilometer in Schwung gebracht. In Katar gibt es nur Flachetappen, da rechne ich mir gute Chancen aus”, sagt Kluge im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd.

Der Blondschopf aus Eisenhüttenstadt musste in seinem Team lange dafür kämpfen, auf der Bahn fahren zu dürfen. Letztlich hat man aber auch in dem niederländischen Rennstall eingesehen, dass sich ein olympischer Medaillengewinner ganz gut vermarkten lässt. Kluge hat 2008 in Peking bereits Silber im Punktefahren gewonnen, in London soll die Medaillensammlung erweitert werden.

“Die Zweier-Mannschaft und das Punktefahren wurden bei Olympia abgeschafft. Es hat aber keinen Zweck zu jammern. Ich habe mich umgestellt”, sagt Kluge. Edelmetall soll nun in der Vielseitigkeitsdisziplin Omnium her. Den Europameistertitel hat sich Kluge bereits gesichert. Das Olympiaticket hat er dagegen noch nicht offiziell in der Tasche. “Ich habe beim Weltcup einen Startplatz für Deutschland geholt. Ob ich nominiert werde, entscheidet der DOSB”, formuliert Kluge vorsichtig.

Etwas vorsichtiger agierte er auch im vergangenen Jahr. Lange schwebte das Damoklesschwert einer Dopingsperre über ihm – Kluge hatte drei Kontrollen verpasst. “Das Verfahren hat mich sehr belastet”, gibt Kluge zu. Letztlich bewies er jedoch, dass die Versäumnisse nicht an ihm lagen. Das Verfahren wurde eingestellt, nun tritt es sich wieder leichter in die Pedale.

Um nun bei Olympia in Topform zu sein, lässt Kluge sogar das größte Radsport-Ereignis der Welt aus. “Ich gestalte die Saison so, dass ich auf der Straße meine Aufgaben erfüllen und in London mit Topform antreten kann”, sagt Kluge. Im Klartext heißt das: Sollte sein Team eine Wildcard für die Tour de France erhalten, findet die Frankreich-Rundfahrt ohne den kräftigen Brandenburger statt: “Ich werde dort nicht antreten.”

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