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Horst Seehofer

© dts Nachrichtenagentur

02.09.2012

Umfrage Mehrheit für erneute Spitzenkandidatur von Seehofer

54 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus.

München – Vor der offiziellen Bekanntgabe der Spitzenkandidatur von Horst Seehofer (CSU) für den bayerischen Landtagswahlkampf hat sich eine deutliche Mehrheit der Deutschen dafür ausgesprochen, dass sich der bayerische Ministerpräsident wieder für das Amt bewirbt. In einer Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin „Focus“ befürworteten 54 Prozent der Befragten die erneute Kandidatur Seehofers. 27 Prozent sprachen sich dagegen aus. In Bayern sind 75 Prozent dafür, dass Seehofer als CSU-Spitzenkandidat antritt.

Seehofer selbst hatte sich in den Sommerurlaub verabschiedet mit der Aussage, er werde über seine Kandidatur nachdenken. Nach Informationen des Magazins wird Seehofer auf der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion in Kloster Banz ab dem 18. September seine Bereitschaft verkünden. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wird den Abgeordneten dort auch seine Pläne für den Wahlkampf vorstellen.

Unterdessen nahm die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Gerda Hasselfeldt, den für seine euroskeptischen Äußerungen zuletzt heftig kritisierten Dobrindt in Schutz. „Zuspitzungen gehören in den Instrumentenkasten eines Generalsekretärs“, sagte die CSU-Politikerin. Hasselfeldt erinnerte aber auch daran, „dass sich angesichts der äußerst angespannten Lage in Griechenland jeder genau überlegen muss, was er sagt und wie er etwas sagt“.

Der CSU-Europaparlamentarier Markus Ferber wünscht sich, dass die Euro-Debatte den Landtagswahlkampf nicht beeinträchtigt: „Ich hoffe nur, dass wir uns jetzt im Herbst richtig verhalten, damit wir das Thema im Landtagswahlkampf los sind.“

Für den Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter ist die Strategie Seehofers durch Populismus gekennzeichnet: „Seehofer setzt darauf, durch Emotionalisierung und Populismus am Wählermarkt erfolgreich zu sein“, sagte Oberreuter. Der CSU-Kenner glaubt, dass die Partei damit Erfolg haben könnte. Wenn sich die Eurokrise weiter zuspitze, würden vielleicht gerade schlichter denkende Menschen glauben, die CSU sei die einzige Partei, die ihre Sorgen ernst nehme.

Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte für für Umfrage 1.001 Personen.

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