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08.12.2010

Mehr Einsatz für im Iran inhaftierte deutsche Journalisten

Berlin/Teheran – Der im Iran geborene sicherheitspolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, Omid Nouripour, hat die Bundesregierung angesichts der andauernden Inhaftierung von zwei deutschen Journalisten im Iran zu deutlichen Worten gegenüber Teheran aufgefordert. „Es ist notwendig, dass man sehr, sehr laut protestiert“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Das ist das beste Mittel. Die beiden Männer sind Spielball der Mächtigen im Iran und Geiseln im Atomstreit.“ Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Ruprecht Polenz (CDU), erklärte hingegen: „Alles, was getan werden kann, ist unternommen worden.“

Der Pfälzer Donald Klein sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“: „Im Iran gibt es keine Rechtssicherheit. Wenn die nicht wollen, dann wollen die nicht.“ Er war im November 2005 beim Angeln in angeblich iranische Hoheitsgewässer geraten, daraufhin festgenommen worden und erst im März 2007 wieder frei gekommen. Klein betonte, in der langen Haft habe er geglaubt, seitens der deutschen Behörden werde nichts für ihn getan. Im Nachhinein wisse er es besser.

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