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Mercedes-Benz CL 500

© dts Nachrichtenagentur

31.08.2012

Stuttgart Mehr als 300.000 defekte Motorteile bei Mercedes

Betroffen waren überwiegend Modelle der C- oder E-Klasse.

Stuttgart – Mehr als 300.000 Mal mussten Mercedes-Kunden in den vergangenen Jahren wegen defekter Motorteile ihre Werkstatt anfahren. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in ihrer Samstagsausgabe. Wegen ausgefallener Injektoren hatte der Diesel-Motor jeweils in den Notlauf-Modus geschaltet. Betroffen waren überwiegend Modelle der C- oder E-Klasse. Grundsätzlich trat der Fehler aber über alle Baureihen auf, also auch bei der noblen S-Klasse, soweit diese mit dem besonders sparsamen 4-Zylinder-Dieselmotor ausgestattet war.

Der Schaden beläuft sich auf mehr als eine halbe Milliarde Euro, schreibt die Zeitung unter Berufung auf den Stuttgarter Autohersteller. Die Daimler AG werde die Kosten nicht allein tragen müssen: Hersteller der defekten Injektoren ist der amerikanische Autozulieferer Delphi. Das Unternehmen habe sich schon mit 100 Millionen Euro an den entstandenen Kosten beteiligt, heißt es in dem Bericht. Wie die Aufteilung letztlich ausfalle, sei noch Verhandlungssache.

Inzwischen gebe es keine Probleme mehr, heißt es bei Daimler. Wer heute einen Mercedes mit 4-Zylinder-Diesel-Motor kaufe, bekomme statt der Piezo-Injektoren von Delphi meistens Magnetventile von Bosch. An der Charakteristik des Motors ändere sich dadurch nichts, wird bei Mercedes betont.

Der Stuttgarter Autobauer hatte für den betroffenen Motor OM 651 bei seiner Markteinführung vor vier Jahren eine Menge Vorschusslorbeer bekommen, weil das Aggregat dem Trend zum „Downsizing“ entsprach, also dem Einsatz von verbrauchsärmeren Motoren. So gilt der OM 651 als Alternative zu den großen Spritschluckern, weil der 4-Zylinder-Diesel beinahe so durchzugskräftig und leistungsstark ist wie ein 8-Zylinder-Benziner. Dabei ist er äußerst sparsam.

Allein im vergangenen Jahr hat Mercedes mehr als 400.000 Autos mit diesem Diesel-Motor verkauft.

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