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Mehr als 20.000 Beschäftigte folgen ver.di-Aufruf

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19.03.2012

Warnstreik Mehr als 20.000 Beschäftigte folgen ver.di-Aufruf

Zweite Warnstreikwelle erfasst öffentlichen Dienst.

Berlin/Hannover – Gut eine Woche vor den entscheidenden Tarifverhandlungen für die rund zwei Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen hat die Gewerkschaft ver.di am Montag den Startschuss für eine weitere Warnstreikwelle gegeben. In Niedersachsen und Bremen seien mehr als 20.000 Beschäftigte ihrem Aufruf gefolgt, teilte die Gewerkschaft in Berlin mit.

Am (morgigen) Dienstag werde der Schwerpunkt in Bayern, Hessen und Teilen Baden-Württembergs liegen, am Mittwoch folgten Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen. Betroffen sind laut ver.di wie bereits am Montag Verwaltungen, Nahverkehr, Stadtreinigung, Müllabfuhr, Kitas, kommunale Krankenhäuser, Theater, Jobcenter und Sparkassen, aber auch Einrichtungen der Bundeswehr sowie der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.

Die Verhandlungen werden am 28. und 29. März in Potsdam fortgesetzt.

In Niedersachsen hat der Beginn der zweiten Warnstreikwelle am Montag zu langen Staus geführt. Mitarbeiter von Verkehrsbetrieben unter anderem in Hannover, Hildesheim, Göttingen, Braunschweig und Osnabrück legten mit Beginn der Frühschicht den Nahverkehr lahm, wie ein Sprecher der Gewerkschaft ver.di sagte.

Ver.di-Chef Frank Bsirske drohte derweil mit einem harten Arbeitskampf, sollten die Tarifverhandlungen platzen. „Wir werden uns Ende März einigen müssen, oder die Verhandlungen scheitern“, sagte Bsirske im ZDF-„Morgenmagazin“. Dann werde es „einen großen Arbeitskampf“ geben, sagte er. Bsirske bekräftigte die Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn für die zwei Millionen Staatsbediensteten bei Bund und Kommunen. Das Angebot der Arbeitgeber von insgesamt 3,3 Prozent für zwei Jahre bedeute einen Reallohnverlust, sagte er.

In der ersten Warnstreikwoche waren vorvergangene Woche bundesweit rund 130.000 Beschäftigte von Bund und Kommunen in den Ausstand getreten.

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