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20.07.2011

Medwedew bezeichnet Quadriga-Rückzug als feige und inkonsequent

Hannover – Der russische Staatspräsident Dmitri Medwedew hat den Rückzug der Verleihung des Quadriga Preises an Russlands Premier Wladimir Putin als feige und inkonsequent bewertet. „Wenn man schon einen Beschluss gefasst hat, muss man eben auch diesem Beschluss folgen“, sagte er am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Zugleich stellte er die Zukunft des Preises in Frage: Eigentlich habe sich „dieser Preis erledigt – jedenfalls für die internationale Gemeinschaft.“

Der Verein „Werkstatt Deutschland“, der für die Verleihung der Quadriga verantwortlich zeichnet, schließt ein Ende des Preises derweil ebenfalls nicht mehr grundsätzlich aus. „Wir reden in der kommenden Woche über die Zukunft des Preises und der Werkstatt Deutschland“, sagte die geschäftsführende Vorsitzende des Vereins, Marie-Luise Weinberger, dem „Tagesspiegel“. Bei den Gesprächen werde es keine Tabus geben.

Die Quadriga wird seit 2003 alljährlich am Tag der Deutschen Einheit in Berlin verliehen und ist bestimmt für „Vorbilder, die Aufklärung, Engagement und Gemeinwohl verpflichtet sind“. Die geplante Auszeichnung von Putin war auf heftige Kritik gestoßen, weshalb das Kuratorium des Quadriga-Preises am 16. Juli eine Aussetzung der diesjährigen Preisverleihung verkündet hat.

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