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Zeitungen und Zeitschriften an einem Kiosk

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26.07.2013

Medienwissenschaftler Springer-Verlag verabschiedet sich vom Print

Röper warnte vor einem „Finanzierungsproblem des Journalismus“.

Hamburg – Nach Ansicht des Medienforschers Horst Röper verabschiedet sich der Springer-Verlag schon seit geraumer Zeit immer weiter vom traditionellen Print-Geschäft. Springer-Chef Döpfner habe schon vor Jahren als Strategie für den Konzern ausgegeben, künftig immer mehr auf das digitale Geschäft zu setzen, und dies müsse nicht unbedingt das journalistische Geschäft sein, so Röper im Interview mit der Online-Ausgabe der „tagesschau“. „Springer hat sich ja auch in vielen anderen, nicht-journalistischen Bereichen im Internet engagiert. Dazu verschafft er sich nun auch finanziellen Spielraum.“

Gleichzeitig warnte Röper vor einem „Finanzierungsproblem des Journalismus“. Die Werbeeinbußen im Printsegment seien in den vergangenen zehn Jahren zu hoch gewesen, gleichzeitig werde Online zu wichtig. Es sei nicht vorstellbar, den Online-Journalismus auf Dauer aus den Printtiteln querzufinanzieren, so der Medienwissenschaftler. Entscheidend sei daher, dass es den Verlagen gelinge, im Internet selbst Geld zu verdienen.

Der Springer-Verlag hatte diese Woche überraschend angekündigt, ein Paket aus traditionellen Zeitungen und Zeitschriften zu verkaufen, darunter auch die „Hörzu“ und das „Hamburger Abendblatt“.

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