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Internet-Nutzerin vor dem Computer

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07.08.2013

Medienexperte warnt Verlage Nicht zu früh auf Bezahlinhalte im Internet setzen

„Deutsche Verlage erwartet ein Marathonlauf, kein Spaziergang.“

Berlin – Der Medienexperte Marco Olavarria warnt deutsche Verlage davor, zu früh auf Bezahlinhalte im Internet zu setzen. „Meine größte Sorge ist es, dass Verlage jetzt möglichst schnell Angebote auf den Markt bringen, die nicht ausreichend vorbereitet und durchdacht sind“, so der Unternehmensberater in der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Deutsche Verlage erwartet ein Marathonlauf, kein Spaziergang.“

Mit einem großen Ansturm auf das neue Bezahlportal des Springer-Verlags, Bild Plus, rechnet Olavarria nicht. „50.000 neue Kunden im ersten Jahr – das wäre schon ein Erfolg“, sagt der Experte, der eine viel beachtete Studie zum Thema Bezahlinhalte im Netz erstellt hat. Für mehr sei der deutsche Markt noch nicht weit genug entwickelt.

In den USA böten 450 der 1.380 Zeitungen „teils seit Jahren schon, kostenpflichtige Inhalte an. Aber nur ein Prozent der Menschen, die eine Internetseite besuchen, lassen auch Geld dort“, so Olavarria.

Dem Irrglauben, Nachrichten entstünden „einfach so“, müsse man begegnen, indem man online auf meinungsstarke Kommentatoren und namhafte Autoren setze. Der Vorteil des Ganzen sei, so Olavarria: „Redaktionen, die Bezahlmodelle einführen wollen, denken intensiv über die Qualität ihres Angebots nach – so könnte besserer Journalismus entstehen.“

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