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Medien- und Kreditaffäre: Kanzlerin Merkel stützt Wulff

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06.01.2012

Wulff Medien- und Kreditaffäre: Kanzlerin Merkel stützt Wulff

Berlin – Nach Tagen des Schweigens hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Unterstützung für den aufgrund einer Medien- und Kreditaffäre in der Kritik stehenden Bundespräsidenten Christian Wulff zum Ausdruck gebracht.

Die Kanzlerin habe „große Wertschätzung“ für Wulff als Mensch und als Bundespräsident, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Das TV-Interview des Bundespräsidenten sei ein wichtiger Schritt gewesen, das Vertrauen der Bürger wieder herzustellen, so der Regierungssprecher.

Die Frage, ob die Nachricht des Bundespräsidenten auf der Mobilbox von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann veröffentlicht werden solle, sei eine Sache zwischen diesen beiden, erklärte Seibert weiter. Wulffs Entscheidung, dies nicht zu tun, sei zu respektieren, die Kanzlerin wolle diese Frage nicht kommentieren.

Der Bundespräsident soll nach Informationen der ARD bei seinem umstrittenen Anruf bei Diekmann tatsächlich um einen Aufschub der Berichterstattung über die Kreditfinanzierung seines Hauses gebeten haben. Wie das ARD-„Morgenmagazin“ unter Berufung auf mit der Abschrift der Nachricht vertraute Kreise am Freitag berichtet, habe Wulff, wie von ihm behauptet, von einer „Verschiebung“ gesprochen.

Die „Bild“-Zeitung hatte erklärt, der Bundespräsident habe die Berichterstattung mit seinem Anruf ganz verhindern wollen. Unklar bleibt laut dem „Morgenmagazin“-Bericht aber, ob Wulff im gesamten Zusammenhang der Nachricht auch verlangt habe, dass die Berichterstattung nicht veröffentlicht werde.

Wulff hatte am Donnerstag die Veröffentlichung des Wortlauts seiner umstrittenen Mailbox-Nachricht abgelehnt. „Die in einer außergewöhnlich emotionalen Situation gesprochenen Worte waren ausschließlich für Sie und für sonst niemanden bestimmt“, schrieb Wulff in einem offenen Brief an Diekmann.

Wulff habe sich für den Anruf entschuldigt und Diekmann habe „diese Entschuldigung dankenswerterweise angenommen“. „Damit war die Sache zwischen uns erledigt. Dabei sollte es aus meiner Sicht bleiben“, so der Bundespräsident.

Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung Wulff öffentlich um Zustimmung gebeten, den Wortlaut der Mailbox-Nachricht veröffentlichen zu dürfen.

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