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Trotz Sparkurs SWR hält an Jugendkanal von ARD und ZDF fest

Gespräche mit ZDF laufen – SWR steht harter Sparkurs bevor.

Stuttgart – Trotz eines harten Sparkurses will der zuständige Südwestrundfunk (SWR) den ARD-Digitalsender EinsPlus zusammen mit dem ZDF zu einem Jugendkanal umbauen. „Wir bereiten uns darauf vor, denn unserer Grundauftrag betrifft alle Milieus, alle Lebensalter“, sagte SWR-Intendant Peter Boudgoust am Donnerstag in Stuttgart. Es seien jedoch noch etliche Hürden zu nehmen. „Ein Jugendkanal entsteht nicht einfach so. Da müssen Programmkonzepte entwickelt werden“, sagte Boudgoust. Zudem müsse die Politik noch ihre Zustimmung geben.

ZDF-Intendant Thomas Bellut hatte sich im vergangenen Jahr skeptisch gegenüber einem Jugendkanal von ARD und ZDF geäußert. Boudgoust sagte am Donnerstag, Bellut und er hätten in diesem Jahr bereits Gespräche über einen gemeinsamen Jugendkanal geführt. Er sprach von einem konstruktivem Weg, auf dem sich die beiden Sender befänden. Mit der Comedyshow „StandUp Migranten“ und der Modesendung „It’s Fashion“ soll das Programm von EinsPlus bereits ab März deutlich verjüngt werden.

SWR-Fernsehdirektor Christoph Hauser betrachtete es als notwendig, dass ARD und ZDF einen Jugendkanal einführen, um Jugendliche wieder für die öffentlich-rechtlichen Sender zu gewinnen. „Sie werden mit dem Kinderkanal groß. Mit 12, 13 Jahren geben wir sie dann komplett an die privaten Sender ab“, gab Hauser zu bedenken. Es sei wichtig, dass die Öffentlich-Rechtlichen Themen setzten, die eine junge Zuschauergruppe interessierten. Als Beispiel nannte er den ARD-„Markencheck“ über den Online-Händler Amazon.

Der SWR muss in den kommenden Jahren einen harten Sparkurs fahren. Bis zum Jahr 2020 will der Sender insgesamt 166 Millionen Euro einsparen. „Das ist kein Pappenstil“, gab Boudgoust zu, zeigte sich aber zuversichtlich: „Wir werden dieses Einsparziel erreichen.“ Vor allem im „Innenleben des SWR“ werde der Sender in den technischen und administrativen Bereichen restrukturiert. Am Programm möchte der Intendant nach eigenem Bekunden hingegen nicht sparen. Zuletzt waren die SWR-Sinfonieorchester auf Beschluss des Rundfunkrats fusioniert worden.

Unterdessen kündigte der SWR am Donnerstag einen neuen interaktiven Stuttgarter „Tatort“ an. Im Vorfeld von „Spiel auf Zeit“ (26. Mai, 20.15 Uhr, Das Erste) sollen die Zuschauer eine Woche lang die Möglichkeit haben, sich per Internet an den Ermittlungen zu beteiligen. Die Auflösung des Falls soll es dann im „Tatort“ selbst geben. Bereits im Mai 2012 hatte es eine ähnliche interaktive Folge der Krimiserie gegeben. Damals brach die Webseite unter dem Ansturm der ermittelnden Zuschauer zusammen.

21.02.2013 © dapd / newsburger.de

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