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McAllister verteidigt neues Bildungskonzept der Union

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18.09.2011

Bildung McAllister verteidigt neues Bildungskonzept der Union

Hannover – Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) schaltet sich in die Debatte um das neue Bildungskonzept der Union und die darin empfohlene Zusammenlegung von Haupt- und Realschule ein. In einem Interview mit dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ verteidigt er die Pläne des Bundesvorstands: „Bei uns in Niedersachsens werden wir in zehn Jahren mehr als 20 Prozent, in einzelnen Kreisen gar bis zu 40 Prozent weniger Schüler haben. Der demografische Wandel zwingt uns also zum Handeln.“

Zugleich fordert McAllister eine Reduzierung der Kleinstaaterei im Bildungswesen. „Mit der föderalen Bildungsvielfalt haben wir es übertrieben, sie darf nicht zum Mobilitätshindernis werden.“ Der Regierungschef plädiert für mehr „länderübergreifende Vereinbarungen über gemeinsame Ziele, die Kontrolle der Ergebnisse und die Vergleichbarkeit der Abschlüsse“. Ein Ziel müsste laut McAllister eine bundesweite Hochschulreife sein, „man könnte es auch Deutschland-Abitur nennen“. Außerdem spricht sich der Ministerpräsident für eine Überprüfung des Kooperationsverbotes aus, das dem Bund finanzielle Hilfen im Schulbereich weitgehend verbietet: „Aus unserer niedersächsischen Sicht sind die Regelungen zu starr.“ In seinem Land kündigt er einen Modellversuch an, in dem Kindergarten und Grundschule unter einem Dach verzahnt werden.

Auch zu den jüngsten Diskussionen um die Reformfreude der Parteivorsitzenden Angela Merkel und den Unmut konservativer Parteikreise nimmt McAllister eine klare Position ein: „Die Menschen erwarten von uns eine unideologische Betrachtung gesellschaftspolitischer Realitäten.“ Zum Ausstieg aus der Kernkraft habe es nach Fukushima keine Alternative gegeben. Den Kritikern des Kanzler-Kurses gibt er auf den Weg, das Grundübel sei, dass Parteifreunde und Koalitionspartner „in Hintergrundkreisen schlecht übereinander reden“. Er empfiehlt den Kollegen, „medial nicht über jedes Stöckchen zu springen“, der Berliner Betrieb sei „überhitzt“.

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