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Thomas de Maizière

© Leon E. Panetta / CC BY 2.0

06.01.2016

Polizei-Gewerkschaftschef Wendt Mazière-Kritik „völlig unangemessen“

Pessimismus, dass es zu Verurteilungen der Kölner Täter kommt.

Bonn – Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat die Kritik von Bundesinnenminister Thomas de Maizière an der Kölner Polizei mit scharfen Worten zurückgewiesen. „Das war inhaltlich und von der Form her völlig unangemessen. Das tut man nicht, bringt uns in der Sache nicht weiter und hilft den Opfern nicht“, erklärte Wendt im Fernsehsender phoenix.

Die Polizeikollegen hätten angesichts der Äußerungen des Innenministers nur noch mit dem Kopf geschüttelt. Auch Rücktrittsforderungen gegenüber dem Kölner Polizeipräsidenten seien „einigermaßen absurd und sind parteipolitisch motiviert“, so Wendt weiter.

Bundesweit räche sich jetzt der Personalabbau der vergangenen zwei Jahrzehnte sowie ein unangemessener Altersaufbau insgesamt. „Es wäre jetzt völlig falsch, mit einem besonderen Blickwinkel auf die Kölner Behörde zu schauen“, so der Gewerkschafts-Chef weiter.

Wendt befürchtet, dass die Täter, die für die Übergriffe in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof und an anderen Orten verantwortlich sind, kaum zur Rechenschaft gezogen werden können. „Ich bin sehr pessimistisch, dass es zu Verurteilungen kommen wird“, wies Wendt auf die hohen Hürden der Gerichte hin. „Man muss jedem einzelnen Täter den eigenen Tatbeitrag nachweisen.“ Dies werde angesichts der großen Menge an Beteiligten extrem schwierig.

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