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Katja Riemann

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06.09.2015

Marsch Katja Riemann will sich für Flüchtlinge engagieren

„Wir müssen wieder auf die Straße gehen.“

Berlin – Die deutsche Filmschauspielerin Katja Riemann möchte mit mehreren Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) einen Marsch organisieren, um ein Zeichen zu setzen, dass Flüchtlingen in Deutschland willkommen sind. „Wir müssen wieder auf die Straße gehen, wir dürfen sie nicht Pegida und Neonazis überlassen“, sagte die 51-Jährige der „Welt am Sonntag“. Sie sei wegen des Marsches derzeit mit Amnesty International und Pro Asyl im Kontakt.

Sie wolle mit dem Marsch auch ein Zeichen setzen, „dass Deutschland zu einem Einwanderungsland geworden ist und dass die Willkommenskultur, die es ja überall in der Republik gibt und nur keine Schlagzeile ist, sich stärkt und entwickelt.“

In dem Zusammenhang äußerte sich Riemann auch zu dem neuen Umgang mehrerer Prominenter wie Til Schweiger oder Joko und Klaas zu Hass-Kommentare auf deren Facebook-Seiten. „Ich frage mich immer wieder: Woher kommt dieser Hass Menschen gegenüber, die vor Krieg und Gewalt fliehen? Diese ganzen Shitstorms, die anonym gepostet werden, freudig erregt wie bei einer Massenerschießung, bei der sich am Ende nicht mehr feststellen lässt, wer denn den Todesschuss abgegeben hat“, sagte sie der „Welt am Sonntag“, „ich habe keine Angst meine Meinung zu sagen. Ich muss dazu sagen, dass ich wegen meiner politischen Äußerungen auch noch nie auf diese Weise angegriffen wurde.“

Der Shitstorm, der vor zwei Jahren über sie hereinbrach, nachdem sie in der NDR-Sendung „DAS“ den Moderator wegen aufdringlicher Fragen zu ihrer Frisur und Privatsphäre auflaufen ließ, sei im Vergleich dazu völlig irrelevant – ein Geschichte, die „harmlos und eigentlich nur bekloppt war“. Als Folge daraus sei sie zwar zurückhaltender geworden, was ihr Aktivitäten im Internet und den Sozialen Netzwerken betrifft, nicht aber in der Klarheit ihrer politischen Aussagen.

Riemann, die für ihr soziales Engagement für Amnesty International und Unicef mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, ist in den nächsten Wochen gleich in zwei neuen Filmen im Kino zu sehen: der Fortsetzung der Teenager-Komödie „Fack ju Göhte“ sowie in der Verfilmung der umstrittenen Hitler-Satire „Er ist wieder da“. Darin spielt sie eine TV-Chefin, die dem auf wundersame Weise in die Gegenwart zurückkatapultierten Hitler eine eigene Fernsehshow gibt.

Für den Film hätte der Regisseur den als Hitler verkleideten Hauptdarsteller an verschiedenen Orten Deutschlands gefilmt, wie er beispielsweise mit Passanten über Ausländer lästert. „Der Film beschränkt sich nicht nur auf die Hitler-Satire, er hat auch diese dokumentarische Ebene“, sagte sie der „Welt am Sonntag“, sie selbst sei bei den Dreharbeiten diese Szenen zwar nicht dabei gewesen, aber was ihr der Regisseur erzählt hätte „war irrsinnig, leider auch erschreckender, als ich mir das vorgestellt hätte.“

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