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Piratenpartei

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27.04.2012

Umfrage Manager wollen Piraten ernst nehmen

„Im Augenblick können es sich die Piraten noch leisten, ahnungslos in vielen Politikfeldern zu sein.“

Berlin – Die Führungskräfte in Deutschland plädieren dafür, die Piratenpartei ernst zu nehmen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage unter 621 Top-Managern in Deutschland, die das Marktforschungsunternehmen Forsa im Auftrag des „Handelsblatts“ durchgeführt hat. Die Hälfte der Spitzenmanager (49 Prozent) rät, die Unternehmen sollten sich mit den politischen Vorstellungen der Piraten auseinanderzusetzen. Die andere Hälfte (49 Prozent) will „abwarten, was aus den Piraten wird“.

Die Partei habe zwar auf viele Fragen noch keinerlei Antworten, sagt Forsa-Chef Manfred Güllner dem „Handelsblatt“. „Aber offenbar ist das vielen Wählern lieber als vorschnelle, ideologiegeprägte Floskeln.“ Das zeige auch die Umfrage unter den Managern: Fast keiner (ein Prozent) plädiert für eine Bekämpfung der Piraten. Die breite Mehrheit der Unternehmen (zwei Drittel) ist der Meinung, dass auch die anderen Parteien die Piraten wie eine normale Partei behandeln und mit ihnen grundsätzlich auch Koalitionen schließen sollten. Nur 30 Prozent fordern, die Piraten von jeder Regierungsbeteiligung auszuschließen.

„Im Augenblick können es sich die Piraten noch leisten, ahnungslos in vielen Politikfeldern zu sein“, meint Güllner. Der Praxistest komme, wenn sie in den Bundestag einziehen sollten. „Diese Phase wird darüber entscheiden, ob sie sich als Partei etablieren“, sagte er. Dass die Piraten den Einzug in Landesparlamente geschafft haben und vermutlich auch bei der Bundestagswahl 2013 mehr als fünf Prozent der Stimmen erhalten, hält mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Führungskräfte in Deutschland für „gut“.

Forsa-Chef Güllner spricht von einer „erstaunlich hohen Akzeptanz“ der Piraten unter den Führungskräften. Die Vorbehalte gegenüber den Grünen seien in den 80er-Jahren weitaus größer gewesen – allerdings sei damals auch der Kontrast zwischen den Grünen und den etablierten Parteien wesentlich ausgeprägter gewesen. „Damals waren Jeans und Turnschuhe ein Tabubruch, heute ist unkonventionelles Auftreten fast die Normalität“, sagte Güllner.

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