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Blutigste Kämpfe seit Beginn der Militärintervention

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24.02.2013

Mali Blutigste Kämpfe seit Beginn der Militärintervention

USA entsenden weitere Truppen nach Niger – Basis für Drohnen geplant.

Bamako/Washington – Mali kommt auch sechs Wochen nach Beginn der internationalen Militärintervention nicht zur Ruhe. Bei den bisher blutigsten Kämpfen kamen im Norden Malis am Freitag fast 80 Menschen ums Leben. 13 Soldaten aus dem Tschad und 65 islamistische Kämpfer seien bei den Gefechten nahe der algerischen Grenze getötet worden, teilten die tschadischen Streitkräfte nach Angaben der afrikanischen Nachrichtenagentur APA mit. In der Bergregion Adrar des Ifoghas war es zuletzt immer wieder zu heftigen Kämpfen zwischen afrikanischen Soldaten und den Islamisten gekommen. Auch in der umkämpften ehemaligen Rebellenhochburg Gao kehrte keine Ruhe ein. Immer wieder seien in der Stadt Schüsse zu hören, berichteten französische Medien.

Die Franzosen, die im Januar die Intervention in Mali gestartet hatten, erhalten bei ihrem Einsatz nun auch weitere Unterstützung der USA. Präsident Barack Obama kündigte die Entsendung zusätzlicher Truppen in das Nachbarland Niger an. 40 Soldaten sollten ihre etwa 50 Kameraden verstärken, die bereits in Niger stationiert sind, teilte Obama dem Kongress am Freitag in einem Brief mit.

Die USA planen, in dem Land eine Basis für Drohnen zu errichten. Die unbemannten Flugzeuge sollen über dem Nachbarland Mali operieren und französische Truppen unterstützen. Das „Wall Street Journal“ hatte im Januar über ein Militärabkommen zwischen den USA und Niger berichtet, das den Amerikanern mehr Geheimdienstaktivitäten und auch eine Drohnen-Basis erlauben würde.

Das Bundeskabinett hatte am Dienstag beschlossen, bis zu 330 deutsche Soldaten nach Mali zu schicken und dafür zwei Bundestagsmandate beantragt, die in der kommenden Woche beschlossen werden sollen. Bisher hat Deutschland in Westafrika drei „Transall“-Maschinen für Truppentransporte im Einsatz.

Das westafrikanische Mali war nach einem Putsch im März vergangenen Jahres ins politische Chaos gestürzt. Die islamistische Gruppe Ansar Dine übernahm die Kontrolle über den Norden, führte dort das islamische Rechtssystem Scharia ein und rückte immer weiter nach Süden vor. Seit Beginn der französischen Intervention sind die Islamisten auf dem Rückzug.

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