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15.03.2013

Champions-League ZDF fürchtet deutsch-deutsches Duell

„Wir befinden uns in Gesprächen mit der Uefa.“

Mainz – Der Sportchef des ZDF, Dieter Gruschwitz, hofft, dass am Freitag kein deutsch-deutsches Duell für das Viertelfinale der Champions League gezogen wird. In diesem Fall dürfte der Sender nämlich nur eines der beiden Spiele zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern zeigen.

„Die Ausschreibung sah unter anderem vor, dass wir uns vor der Saison auf einen Sendetag festlegen mussten. Wir haben den Mittwoch gewählt, weil er ein gelebter Fußball-Tag mit einer verlässlichen Zuschauerakzeptanz ist. Und solange mehr als eine deutsche Mannschaft im Wettbewerb ist, ist der Mittwoch vertraglich unser fester Sendetag. Ist allerdings nur noch eine deutsche Mannschaft dabei, greift die „Follow your team“-Regel, die besagt, dass wir das Dienstag- und das Mittwochspiel der deutschen Mannschaft zeigen könnten. Ist niemand mehr aus Deutschland dabei, hätten wir freie Wahl“, sagte Gruschwitz in einem Interview mit der „Welt“.

Im Fall der Fälle wolle das ZDF laut Gruschwitz aber versuchen, doch beide Partien übertragen zu dürfen: „Wir befinden uns in Gesprächen mit der Uefa, um auszuloten, ob es noch eine Möglichkeit gibt.“

Unabhängig von der Auslosung ist der ZDF-Sportchef sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der ersten Champions-League-Saison seines Senders: „Sowohl was die Einschaltquoten betrifft als auch die Qualität der Sendungen. Ich denke, wir haben mit Oliver Welke, Jochen Breyer und Oliver Kahn ein sehr kompetentes und frisches Trio, dazu kommen mit Bela Rethy und Oliver Schmidt zwei gute Live-Reporter.

Zudem ist es uns möglich, nach Spielende ausführlich die Emotionen auf dem Spielfeld und anschließend schnell die Zusammenfassung weiterer Spiele zu präsentieren. Der Zuschauer hat es dankend angenommen, dass wir ihn schnell mit Analysen versorgen. Bei der Zusammenfassung haben wir immer noch vier bis fünf Millionen Zuschauer. Wir spüren überhaupt eine hohe Akzeptanz, das belegen selbst die Quoten der nachfolgenden Sendungen oder die vom „Heute Journal“ in der Halbzeit. Die Zuschauer bleiben dran.

Die Strahlenwirkung der Champions League ist sehr groß. Und das war auch ein Ansatz, als wir uns um die Rechte bemüht haben. Für uns ist die Champions League mehr als nur ein Fußballspiel.“

Die Kritik, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender rund 50 Millionen Euro für die Senderechte pro Saison zahle, wehrt Gruschwitz ab: „Natürlich ist Erfolg teuer, wenn du ihn auf diesem Niveau haben willst. Das muss man wissen. Andererseits hat das ZDF durch die Champions League eine sehr hochwertige Ware bekommen, ein absolutes Prime-Time-Produkt. Ich glaube, dass das ZDF damit bei seinen Zuschauern, aber auch bei Menschen, die uns vielleicht nicht so oft geschaut haben, eine ganze Wahrnehmung bekommen hat. Wenn inzwischen darüber debattiert wird, ob das ZDF vielleicht noch ausführlicher über die Champions League berichtet, ist das auch eine Wertaussage. Und wenn ich bedenke, dass das ZDF 2012 im Ranking der Fernsehsender auf Platz eins vor ARD und RTL lag, was im ersten Drittel dieses Jahres auch wieder der Fall ist, dann ist das ein Beleg für die gesteigerte Akzeptanz. Und da hat die Champions League auch ihren Anteil dran.“

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