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11.12.2010

Magazin MDR steht in Kika-Affäre unter Druck

Leipzig – In der Affäre um die Betrugsvorwürfe gegen einen hochrangigen Mitarbeiter des öffentlichrechtlichen Kinderkanals (Kika) gerät der MDR mehr und mehr unter Druck. Dies berichtet der „Spiegel“. Vor allem beschäftigt die Aufsichtsgremien die Frage, wie es einem einzigen Mitarbeiter erlaubt sein kann, Buchungen in Höhe von bis zu 500.000 Euro zu veranlassen. Eigentlich ist das nur Direktoren und Hauptabteilungsleitern vorbehalten. Doch offenbar gab es für den beschuldigten Herstellungsleiter eine Sonderregelung.

Anweisungsberechtigungen seien im Sender formal geregelt, sagt der MDR, der die Geschäfte des gemeinsam von ARD und ZDF betriebenen Kindersenders lenkt. „Aufgrund der Organisation des Kika“ sei nicht nur dem Programmgeschäftsführer als Hauptabteilungsleiter eine Anweisungsberechtigung erteilt worden, sondern „ebenso dem suspendierten Mitarbeiter“.

Aufklärung erhofft sich der Verwaltungsrat von einer Sondersitzung des Gremiums im Januar. „Wir erwarten einen Bericht des Intendanten über die offensichtlichen Fehler und Mängel in der Kontrolle“, sagt Gerd Schuchardt, Vorsitzender des MDR-Verwaltungsrats. „Auch will ich eine Antwort, wieso das Vier-Augen-Prinzip nicht konsequent umgesetzt wurde.“

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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