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Johannes Teyssen räumt eigene Fehler ein

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14.08.2011

E.on Johannes Teyssen räumt eigene Fehler ein

Düsseldorf – Johannes Teyssen, Chef des Energieversorgers Eon, gesteht in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“ eigene Fehler ein.

„Natürlich ist nicht jede Managemententscheidung auf die Butterseite gefallen“, sagte Teyssen. Man könne „immer fragen: Hätte man früher anfangen müssen?“. Arbeitnehmervertreter des Konzerns werfen Teyssen vor, zu spät in erneuerbare Energien investiert zu haben.

Auf die Frage, ob man über Konsequenzen für das Management nachdenken müsse, sagt der Eon-Chef: „Diese Frage ist natürlich berechtigt. Ich tue das, und ich bin sicher dass der Eon-Aufsichtsrat es als oberste Pflicht ansieht, darüber nachzudenken, ob im Management die richtigen Personen am richtigen Ort sind.“ Er selbst habe bislang „kein mangelndes Vertrauen feststellen können. Und ich selbst traue mir die Aufgabe auch weiterhin zu“.

Teyssen verteidigt gegenüber dem „Spiegel“ seinen Sparkurs, mit dem er bis zu 11.000 Arbeitsplätze im Konzern streichen will. Dies sei die Voraussetzung dafür, dass „wir im Gegensatz zu manchem Konkurrenten unsere Investitionen nicht senken, sondern an unserem ambitionierten Investitionsplan für erneuerbare Energien und neue Märkte festhalten wollen“.

Die Verantwortung für den massiven Stellenabbau bei Eon gibt Teyssen ausdrücklich nicht der Bundesregierung und deren Entscheidung zum Atomausstieg. „Wir schieben niemandem den Schwarzen Peter zu und sagen nicht, das sind die Arbeitslosen von Frau Merkel.“

Eine Beteiligung des russischen Energiekonzerns Gazprom an Eon lehnt Teyssen ab. Für Eon sehe er derzeit „wenig Sinn“ in einer solchen Maßnahme, sagt Teyssen. Wenn es um neue Themen, neue Kraftwerksbauten beispielsweise gehe, sei er aber „für alle Gespräche offen“.

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