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31.07.2011

Magazin: „Bunte“ sieht sich von Informant erpresst

München – In der Affäre um möglicherweise unlautere Recherchemethoden bei der „Bunten“ sieht sich das Blatt selbst als Opfer. „Bunte“-Chefredakteurin Patricia Riekel sagte dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“: „Das war eindeutig Erpressung.“ In einer Mail des Informanten an Riekel und ihren Stellvertreter vom 7. Juli heißt es, „Bunte“ habe den Informanten zu unlauteren Methoden angestiftet. Die Mail endet mit dem Angebot, die merkwürdige Geschichte über die Liaison von Informant und Redaktion könne exklusiv erworben werden. Auch von „Bunte“. Der Verlag hat mittlerweile Anzeige erstattet.

Der Informant ist nach eigener Aussage Mathematiker. Es sei ihm vor allem darum gegangen, den Drogenkonsum eines bekannten Bundespolitikers öffentlich zu machen. Gegenüber dem „Spiegel“ erklärte er, er selbst habe anonym Anzeige gegen den Politiker erstattet. „Die Redakteurin hat mich dazu aufgefordert“, behauptet er. Ohne juristische Sachlage, so angeblich ihre Begründung, könne man keine Geschichte machen. Aber womöglich will er das auch nur so verstanden haben.

Patricia Riekel sagt demgegenüber: „Wer wen inspiriert hat, lässt sich schwer sagen. Da steht Aussage gegen Aussage.“ Stein wiederum behauptet: „Die Redakteurin hat mir von Anfang an Angebote gemacht, die illegal waren.“ Für die Telefonate habe er Zeugen, außerdem habe er Gesprächsprotokolle angefertigt. „Bunte“, sagt er, habe von sich aus ein Honorar geboten. Riekel dagegen sagt: „Es gab eine Mail, in der er sagte, er brauche Geld für eine Kamera und einen Honorarvorschuss.“

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