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„Made in Germany Zwei in Hannover

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04.04.2012

Ausstellung „Made in Germany Zwei“ in Hannover

Ausstellung gibt Einblicke in internationale Kunstszene.

Berlin – Mit Themen der jungen internationalen Kunstszene in Deutschland will sich die in Hannover geplante Ausstellung „Made in Germany Zwei“ auseinandersetzen. Ab Mai werden im Sprengel Museum die Werke von 45 Künstlern ausgestellt, von denen 21 aus dem Ausland stammen und 33 in Berlin leben, wie ein Sprecher am Mittwoch in Berlin sagte. Die Kuratoren hätten sechs Schwerpunkte ausgewählt, bei denen es unter anderem um den Umgang der Künstler mit „Räumen“, „Narrativität“ oder mit dem „Übersinnlichen“ gehe.

Die Schau knüpfe an die 2007 gelaufene Ausstellung „Made in Germany“ an. Viele der aktuellen Werke seien eigens für die Neuauflage von den Künstlern entwickelt worden.

Der international geprägte Kunstraum bildet sich nach Angaben des Museums mit eigenen Bildsprachen und Tendenzen heraus. So sprengt der in Berlin tätige Künstler Saâdane Afif die Grenzen von Gattungen und Medien. In seinem Werk „Stereo“ (2010) verarbeitet er unter anderem Holz, Leuchtröhren und MP3-Player.

Typisch für Afifs Arbeiten sei ein sich ständig weiter entwickelnder Kunstprozess, sagte der Sprecher. So lasse Afif seine Installationen und Skulpturen häufig poetisch und lyrisch interpretieren. Die entstandenen Texte seien in der Vergangenheit oft von Komponisten vertont und vor seinen Ausstellungen live aufgeführt worden. So gelinge es diesem Künstler, „ein spannungsreiches Netz zwischen Autoren, Musikern und Performern“ aufzubauen, sagte der Sprecher.

Die gebürtige Kanadierin Shannon Bool wird ihre Arbeit „Pub Stair Carpet“ (2010) ausstellen. Dabei sind auf einem Teppich Ornamente eingearbeitet, welche die in Berlin lebende Künstlerin aber nicht als herkömmliche Verzierungen verstehe, erklärte der Sprecher. Vielmehr wolle Bool die „Verständnis- und Wahrnehmungsebene“ erweitern.

Für mehrere ihrer Teppicharbeiten hätten der Künstlerin Muster verschiedener Herkunft als Vorlagen gedient, darunter von Gemälden des Malers Jan van Eyck oder fotografierten Innenansichten von Pubs, wie der Sprecher sagte. Diese habe Bool mit einer „perspektivischen Verzerrung der Vorlage“ auf ein Teppichmuster übertragen.

„Made in Germany Zwei“ wurde vom Sprengel Museum, der Kestnergesellschaft und dem Kunstverein Hannover konzipiert. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck soll die Schau vom 17. Mai bis 19. August für Besucher offen stehen.

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