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Luxemburgs Außenminister kritisiert Alleingang von Merkel und Sarkozy

© UN / Devra Berkowitz

10.10.2011

Euro-Krise Luxemburgs Außenminister kritisiert Alleingang von Merkel und Sarkozy

Luxemburg – Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat den Alleingang von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy in der Euro-Krise kritisiert. Es könne nicht sein, „dass wir eine EU haben, die seit Ausbruch der Krise alles fallen lässt, was bei der Gründung der EU ihr Sinn war, nämlich das Gemeinschaftliche in den Vordergrund zu setzen“, so Asselborn im „Handelsblatt“. Würden Absprachen zwischen einzelnen Regierungen alles dominieren, „dann würden wir die Philosophie verlieren, mit der wir Europa nach dem Krieg aufgebaut haben.“

Gleichzeitig warnte Asselborn davor, dem Europäischen Rat der Staats- und Regierungschefs alleinige Entscheidungsmacht zuzusprechen. In diesem Fall würde man das verlieren, „was Europa gegenüber allen anderen regionalen Organisationen auf der Welt auszeichnet: Das Horizontale, das Gemeinschaftliche.“

Eine Spaltung Europas angesichts der Euro-Krise schloss Asselborn hingegen aus. „Ich bin überzeugt, dass die Britische Schadenfreude geringer ist als die Angst vor einem schwächeren Euro. Dem Pfund geht es, wie alle wissen, nicht blendend. Der erste Handelspartner Großbritanniens, sind hauptsächlich die Mitgliedstaaten der Euro-Zone“, so der Luxemburger.

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