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Lufthansa-Check-in-Schalter am Flughafen

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18.09.2015

Lufthansa Vorstandsvorsitzender sieht Konzern vor tiefer Zäsur

Spohr will deshalb verstärkt auf die neue Billigtochter Eurowings setzen.

Frankfurt – Die Lufthansa steht nach Meinung ihres Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr „vor einem Wendepunkt“. Die Fluglinie habe erstmals in ihrer 60-jährigen Geschichte über mehrere Jahre kein Wachstum gehabt, sagt Spohr in einem Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“.

Grund dafür sei, so der Lufthansa-Chef, „dass wir es heute mit unseren Kosten kaum noch schaffen, irgendeine Strecke zu finden, die zu fliegen weniger kostet, als wir von den Passagieren dort erlösen können“. Deshalb passe „das, was bisher üblich war, also eine gute Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen und gute Karriereperspektiven, auf einmal nicht mehr zusammen“.

Spohr will deshalb verstärkt auf die neue Billigtochter Eurowings setzen. „Bevor ich die Fluggäste gar nicht mehr bekomme, wachse ich lieber mit einer Zweitmarke“, rechtfertigt der Luthansa-Chef den geplanten Auf- und Ausbau der österreichischen Tochtergesellschaft.

Offenbar kann sich Spohr dabei eine Kooperation zwischen Eurowings und dem Konkurrenten Easyjet durchaus vorstellen. Er habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass Eurowings ein offenes System werden solle, so Spohr. Und Easyjet habe „schon häufig Interesse daran bekundet, mit der Lufthansa-Group zusammenzuarbeiten“.

In dem Gespräch rechtfertigt Spohr die angekündigten oder bereits erstatteten Schadensersatzzahlungen an Hinterbliebene der Germanwings-Katastrophe. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir mehr tun werden, als wir tun müssen“, so Spohr, in Einzelfällen könnten die materiellen Entschädigungen mehr als eine Million Euro betragen. „Aber was immer wir tun: Wir können nie kompensieren, was den Angehörigen passiert ist“, sagt der Lufthansa-Chef. Kein Geld der Welt könne die Trauer lindern, „die über diese Menschen gebracht wurde“.

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