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Bierflaschen

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11.05.2019

Bierkonsum Brauerei-Chef rechnet mit weiterem Rückgang

„Der Rückgang beim Bierkonsum ist längst nicht am Ende.“

Lübz – Der Geschäftsführer der Mecklenburgischen Brauerei Lübz, Bastian Pochstein, prognostiziert, dass der Bierkonsum in Deutschland aufgrund von veränderten Konsumgewohnheiten und der demografischen Entwicklung weiterhin kräftig sinken wird. „Der Rückgang beim Bierkonsum ist längst nicht am Ende“, sagte Pochstein der „Welt am Sonntag“.

Er rechne für die „kommenden fünf bis zehn Jahre mit einem weiter sinkenden Verbrauch in Deutschland“, so der Unternehmer weiter. Dabei werde es zwar immer mal wieder Unterbrechungen geben – so wie im vergangenen Jahr, als der Absatz um 2,2 Prozent gestiegen ist.

„Bei ehrlicher Betrachtung ist das Ergebnis für 2018 aber trotzdem enttäuschend. Angesichts des langen Sommers hätte das Plus noch viel höher ausfallen müssen. Schließlich ist das Wetter eines der wichtigsten Verkaufsargumente für uns Brauer“, sagte Pochstein. Knapp 100 Liter Bier hat jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr statistisch gesehen getrunken. Zum Vergleich: Vor 30 Jahren waren es noch mehr als 140 Liter.

Größte Verlierer im Biermarkt sind dabei insbesondere nationale Marken. Zunehmend gefragt sind dagegen regionale und lokale Biere. „Der Verbraucher will heute kein Standard-Pils mehr, sondern das individuelle und besondere Bier von der Brauerei aus der Nachbarschaft“, so der Brauerei-Chef.

Das zeige sich auch in den Zahlen: Im Heimat-Bundesland Mecklenburg-Vorpommern liege Lübzer bei mittlerweile 40 Prozent Marktanteil. Die Brauerei aus dem Nordosten, die genau wie Holsten, Astra oder Duckstein zum dänischen Brauriesen Carlsberg gehört, erweitert daher ihr Sortiment, allen voran mit Biermixgetränken und Alkoholfrei-Varianten.

Craft Beer werde Lübzer dagegen nicht abfüllen. „Klar gab es einen großen Hype um dieses Thema. Und das hat der Branche auch geholfen und Bier wieder mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung gebracht. Wenn man sich den Markt aber genauer anschaut, ist und bleibt Craft Beer ein Nischenprodukt – und zwar in einer sehr, sehr kleinen Nische“, sagte Pochstein der „Welt am Sonntag“.

Der Verbraucher in Deutschland wolle keine stark gehopften oder im Whiskyfass gereiften oder mit Hibiskusblüten und Basilikum versetzten Biere, bei denen sich der Gaumen zusammenzieht. „Die ersten Craft-Beer-Brauereien ziehen sich ja auch schon wieder zurück aus Deutschland. Mittlerweile hat jeder Konsument einmal probiert. Damit nimmt der Hype allmählich ab“, so der Brauerei-Chef weiter.

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