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"Stern" Zverev will Tennis wieder mehr Aufmerksamkeit verschaffen

„Tennis ist in Deutschland nicht die Sportart Nummer eins.“

London – Alexander Zverev, die aktuelle Nummer fünf der Tenniswelt, will dem Tennis in Deutschland wieder mehr Aufmerksamkeit verschaffen.

„Tennis ist in Deutschland nicht die Sportart Nummer eins. Es interessiert die Leute einfach nicht so, wie ich es mir wünschen würde“, sagte Zverev vor dem Start des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon dem Magazin „Stern“.

Früher sei das anders gewesen, mit Steffi Graf und Boris Becker, so Zverev, der in London an Nummer sechs gesetzt ist und in der ersten Runde auf den Tschechen Jiri Vesely trifft. „Aber wenn du, so wie die beiden es waren, nicht ganz oben bist, dann wird es schwer mit der Anerkennung. Top fünf reicht dann nicht.“

Seine eigene Rolle als künftiges Zugpferd im deutschen Männertennis will er nicht überbewerten: „Ich habe noch kein Grand-Slam-Turnier gewinnen können. Das macht mich nicht interessant genug.“

Sowieso gehe es ihm nicht in erster Linie um die persönliche Anerkennung. „Mir geht es um den Sport, und ich wünsche mir, dass Tennis wieder mehr Aufmerksamkeit in diesem Land bekommt“, sagte Zverev dem „Stern“.

Obwohl der 22-jährige Sohn russischer Eltern seit mehreren Jahren in Monaco lebt, fühlt er sich seiner Geburtsstadt Hamburg nach wie vor verbunden. „Meine Heimat bleibt immer Hamburg“, so Zverev. „Hamburg ist die Stadt, in der ich mich am wohlsten fühle.“ Zwar sei das Wetter oft mies gewesen, wenn er von den Turnieren zurückgekommen sei, aber er werde die Atmosphäre in dem Haus, in dem er aufgewachsen sei, nie vergessen.

Zverev sprach auch über seine Chancen bei dem wohl traditionsreichsten Tennisturnier der Welt. „Wenn es ganz doof läuft, fliege ich in der ersten Runde raus, aber ich kann eben auch im Halbfinale auf Djokovic treffen und dort vielleicht sogar gewinnen“, sagte er.

30.06.2019 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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