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Lokführer unterhalten sich am Gleis

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05.11.2014

Lokführer-Streik Gabriel fordert Schlichter

Der Lokführer-Streik sei kein Tarifkonflikt, sondern ein Machtpoker.

Berlin – SPD-Chef Sigmar Gabriel hat angesichts des bevorstehenden Streiks der Lokführergewerkschaft GDL einen Schlichter oder Vermittler gefordert. Dies sei notwendig „um den drohenden Schaden für unsere Volkswirtschaft abzuwenden“, sagte Gabriel der „Bild-Zeitung“ (Donnerstagsausgabe).

Der Bundeswirtschaftsminister reagierte mit ungewöhnlich harscher Kritik auf die Ankündigung der GDL, vier Tage zu streiken. „Das Streikrecht wurde in den letzten 65 Jahren in Deutschland von den DGB-Gewerkschaften immer verantwortungsbewusst genutzt“, sagte Gabriel der Zeitung. „Und nur dann, wenn es um Arbeitnehmerinteressen ging. Die GDL hat sich von diesem Prinzip verabschiedet.“

Der Lokführer-Streik sei kein Tarifkonflikt, sondern ein Machtpoker, der auf dem Rücken von hunderttausenden von Reisenden und auf Kosten der Allgemeinheit ausgetragen werde, sagte Gabriel weiter. Es gehe den GDL-Funktionären nicht um höhere Löhne oder bessere Arbeitsbedingungen, sondern um Eigeninteressen.

„Ich appelliere an die Funktionäre der GDL, an den Verhandlungstisch zurückzukommen“, sagte der SPD-Chef. „Was derzeit passiert, ist ein Missbrauch des Streikrechts. Wir brauchen jetzt Verantwortungsbewusstsein auf allen Seiten für unser Land.“

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