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Sylvia Löhrmann

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12.10.2013

Löhrmann Ausrichtung auf Machtoption mit SPD war Fehler

Es sei klug mehrere Optionen zu haben.

Düsseldorf – Die Grünen-Politikerin Sylvia Löhrmann will ihre Partei in Richtung Union öffnen. „Es war ein Fehler, sich im Wahlkampf so stark auf die Machtoption mit der SPD auszurichten“, sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin Nordrhein-Westfalens im Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

„In NRW haben wir die Erfahrung gemacht, dass es klug ist, mehrere Optionen zu haben“, begründete sie den angestrebten Kursschwenk. Für eine schwarz-grüne Koalition bräuchte es aber „eine tragfähige Verständigung mit der gesamten Union, keine Scheinkompromisse“.

Die eigene Partei sieht sie vor einer richtungsweisenden Debatte. „Wir werden um eine neue Linie ringen müssen. Auf dem kommenden Parteitag wird es Kritik geben. Die Frage ist: Wo haben wir zu viel auf einmal gewollt?“

Löhrmann forderte mehr Mitsprache für die grünen Landesverbände. „Schließlich regieren wir in sechs Bundesländern mit rund sechzig Millionen Einwohnern“, sagte sie „Focus“. „Wir müssen die Länder stärker einbinden.“

Gerade für den Fall, dass die Grünen auf Bundesebene nur in der Opposition landen, will sie „über den Bundesrat die Regierungsarbeit beeinflussen. Dafür müssen wir Landesverbände und Bundesspitze besser koordinieren und vernetzen.“

Löhrmann nimmt für die Grünen an den Sondierungsgesprächen mit CDU und CSU teil.

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