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Liu Xia soll den Nobelpreis für ihren Mann entgegennehmen

Peking – Liu Xia ist von ihrem Mann, dem chinesischen Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo, gebeten worden, die Auszeichnung am 10. Dezember für ihn in Oslo entgegenzunehmen. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt“, die ausführlich mit Liu Xia sprechen konnte. „Ich möchte natürlich nach Oslo fahren. Aber das wird wahrscheinlich unmöglich sein“, sagte Liu Xia am Telefon. „Ich stehe weiter unter Hausarrest, darf keine Journalisten treffen und kann nur in Begleitung der Polizei einkaufen gehen.“ Nachdem ihr Handy gesperrt worden war, war Liu Xia am Dienstag zeitweilig wieder erreichbar, die sie bewachenden Polizisten griffen während des Gesprächs mit der Zeitung nicht ein. Die Schikanen kümmerten sie nicht, sagte Liu Xia mit unbekümmerter, fester und klarer Stimme: „Es ist nicht das erste Mal, dass ich das mitmache.“ Überwältigt sei sie jedoch vom Zuspruch, den ihr Mann erfährt.

Auf die Frage, wie sie ihre Zukunft sieht, meint sie, dass die Lage, „in der wir uns jetzt befinden, nicht lange so anhalten kann“. Ein paar kleine Anzeichen gibt es dafür. Beim Besuch im Gefängnis hörte sie von ihrem magenkranken Mann, dass er von der Bekanntgabe des Preises schon vor ihrem Besuch erfahren hatte. Er sei sofort besser behandelt worden. Er habe einen elektrischen Ofen bekommen, um sich seine Speisen aufzuwärmen, und das Essen sei auch besser geworden. Beim Abschied sagte ihr die Gefängnisverwaltung, dass sie weiter normales Besuchsrecht habe. Liu Xia hofft, dass eine „vernünftig und rational handelnde Regierung“ sich bewusst werden wird, wie kontraproduktiv ihre Reaktion bisher sei. Am Abend war ihr Handy wieder gesperrt.

12.10.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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