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Katja Kipping Linke

© Blömke / Kosinsky / Tschöpe / CC BY-SA 3.0 DE

04.11.2014

Debatte um linken Ministerpräsidenten Kipping findet mäßigende Worte im Streit über Gauck-Äußerungen

„Natürlich müssen wir uns als Linke weiter der Geschichte stellen.“

Halle – Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat sich angesichts des Streits um die Warnung von Bundespräsident Joachim Gauck vor einer rot-rot-grünen Koalition in Thüringen unter Führung der Linken mäßigend geäußert.

„Herr Gauck erweckt den Eindruck, er könnte für alle Ostdeutschen seiner Generation sprechen“, sagte sie der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe). „Mein Eindruck ist, er vereinnahmt sie für eine geschichtspolitische Debatte.“ Gauck ergreife effektiv Partei für die amtierende Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU).

Kipping fuhr allerdings fort: „Natürlich müssen wir uns als Linke weiter der Geschichte stellen. Wir brauchen eine Erinnerungspolitik, die versöhnt und Brücken baut, anstatt zu polarisieren. Dafür ist Rot-Rot-Grün eine große Chance, auch wegen der unterschiedlichen Vergangenheit der Parteien.“

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