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Straßenfeger Arbeiter Landshut

© Mattes / gemeinfrei

06.04.2016

Linken-Politikerin Zimmermann Mindestlohn ist zu niedrig

„Armut trotz Arbeit ist für viele Vollzeitbeschäftigte mittlerweile Normalität.“

Berlin – „Die Einführung des Mindestlohns war wichtig, aber er ist zu niedrig.“ Diese Fazit zog die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Sabine Zimmermann, gegenüber der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“ (Donnerstagausgabe) zu den am Mittwoch vorgestellten Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Die Behörde hatte berechnet, dass seit der Einführung der Lohnuntergrenze im Januar 2015 rund vier Millionen zuvor geringbezahlte Beschäftigte den Mindestlohn erhalten. In Ostdeutschland profitierten demnach rund 1,1 Million Arbeitnehmer, davon 0,4 Millionen Vollzeitbeschäftigte.

Zimmermann sagte gegenüber der in Berlin erscheinenden Tageszeitung „neues deutschland“ (Donnerstagausgabe), in Ostdeutschland verdiene fast ein Viertel aller Beschäftigten nur 8,50 Euro brutto. Das reiche gerade einmal für ein Nettoeinkommen knapp über der Pfändungsgrenze: „Armut trotz Arbeit ist für viele Vollzeitbeschäftigte mittlerweile Normalität“. Armutsbekämpfung müsse zum Thema Nummer Eins der Bundesregierung werden, so Zimmermann.

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