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Bodo Ramelow

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12.06.2015

Linke Ramelow für engen rot-rot-grünen Dialog

„Das Trennende muss man akzeptieren.“

Berlin – Nach dem angekündigten Rückzug Gregor Gysis vom Linken-Fraktionsvorsitz fordert Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) einen engen rot-rot-grünen Dialog. „Ich würde mir wünschen, dass die drei Parteien auf Bundesebene mehr miteinander über die Frage reden, was sie eint und was sie trennt“, sagte Ramelow der „Welt“.

Wenn man eine rot-rot-grüne Option haben wolle, brauche man viel Vertrauen zueinander, erklärte der Erfurter Regierungschef, der in Thüringen mit SPD und Grünen koaliert. „Das Trennende muss man akzeptieren“, so Ramelow. Das sei die Grundlage, um etwas Gemeinsames zu entwickeln. Rot-Rot-Grün erfordere einen gesellschaftlichen Prozess, „und den muss man organisieren“.

Nach Ansicht des Ministerpräsidenten würde die Linke in eine rot-rot-grünen Koalition sicher „nicht alles durchsetzen“. Allerdings müsse die SPD für sich erst einmal entscheiden, „ob sie einen aussichtsreichen Kandidaten aufstellen will oder ob sie dauerhaft Juniorpartner in einer großen Koalition sein möchte“.

Der Rückzug Gysis habe für die Frage, ob es eines Tages eine Mehrheit gegen CDU-Chefin Angela Merkel gebe, „keine große Bedeutung“. Ramelow erklärte: „Das entscheidet sich nicht an einer Person, sondern an der Frage, ob die drei Parteien, die in Frage kommen, miteinander ins Gespräch kommen.“

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