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15.02.2010

Libyen Grenzen für meisten Europäer geschlossen

Tripolis – Libyen hat heute beschlossen, die Bürger von 25 europäischen Staaten nicht mehr in das Land zu lassen. Ab sofort würde keine Einreiseerlaubnisse mehr für die Mitgliedstaaten des Schengen-Abkommens gewährt, auch bereits ausgestellte Visa seien unwirksam. Einzige Ausnahme von dieser Entscheidung scheinen die Briten zu sein, die weiterhin Visa erhalten. Nach Angaben des deutschen Auswärtigen Amts soll zudem die Einreise für Personen mit gültiger Aufenthaltsberechtigung möglich sein.

Hintergrund der Entscheidung ist offenbar der Streit Libyens mit der Schweiz, der seit fast anderthalb Jahren andauert. Im Sommer 2008 waren ein Sohn Gaddafis und seine Frau unter dem Vorwurf der Misshandlung zweier Hotelangestellter festgenommen worden. Kurz danach wurden zwei schweizerische Geschäftsleute in Libyen festgesetzt. Die deutsche Bundesregierung protestierte gegen den Beschluss Libyens und forderte den Rückzug der Maßnahmen. Zudem wurde vor einem schlechten Ruf Libyens durch die Aussperrung der europäischen Länder gewarnt. Neben Großbritannien und Frankreich gehört Deutschland zu den wichtigsten Handelspartnern Libyens.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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