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Leverkusen verliert in Wolfsburg

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10.03.2012

1. Bundesliga Leverkusen verliert in Wolfsburg

2:3 trotz früher Führung – Kapitän Simon Rolfes verletzt.

Wolfsburg – Bayer Leverkusen hat sein historisches Debakel in der Champions League offenbar nicht ganz verkraftet und den nächsten Rückschlag erlitten. Das nahezu identische Team, das am Mittwoch 1:7 beim FC Barcelona unterging, verlor am 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga beim VfL Wolfsburg 2:3 (1:2). Dadurch sanken die Chancen der in der Liga zuletzt dreimal in Serie siegreichen Leverkusener, auch im nächsten Jahr in der Königsklasse zu spielen.

Als den 26.112 Fans das erste Mal der Atem stockte, waren noch nicht einmal drei Minuten gespielt. Nationalspieler Andre Schürrle bediente Stefan Kießling, der für die Gäste mühelos zur Führung traf. Etwas überraschend drehte Wolfsburg das Spiel durch Tore von Patrick Helmes (32.) und Ashkan Dejagah (45.) noch vor der Halbzeit. Michal Kadlec (61.) sorgte per Eigentor für das 3:1, ehe Eren Derdiyok (90+1) noch der späte Anschluss für Leverkusen gelang.

Kießlings Traumstart

Trainer Robin Dutt veränderte seine Mannschaft im Vergleich zur höchsten Europapokal-Pleite der Vereinsgeschichte nur auf einer Position. Schürrle, der den Beginn der Messi-Show nur von der Bank verfolgt hatte, lief für den Schweizer Eren Derdiyok auf. Bei Dutts Amtskollegen Felix Magath hat die Kritik der Fans in den vergangenen Wochen offenbar gefruchtet. Die Anhänger hatten gefordert, derselben Startelf öfter eine Chance zu geben, damit das Team sich finden kann. Magath änderte seine Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche nur auf zwei Positionen – Jan Polak spielte für den gesperrten Josue, Makoto Hasebe ersetzte Chris.

Da die Gegner an diesem nasskalten Samstag nicht Messi, Xavi oder Fabregas hießen, bot Leverkusen ansehnlichen Fußball. Nach schönem Doppelpass schickte Kapitän Simon Rolfes Schürrle steil, der legte quer zu Kießling – 1:0. Nur fünf Minuten später rettete VfL-Torwart Diego Benaglio stark aus kurzer Distanz gegen Stefan Reinartz.

Polak sorgt für Platzwunden

Auf dem Platz wurde es erst nach einer mäßigen Viertelstunde wieder hektisch: Polak prallte mit Rolfes zusammen, beide Spieler bluteten stark – doch nur für Rolfes war das Spiel beendet. Nach einem schweren Fehler der Leverkusener Abwehr fiel überraschend der Ausgleich. Kein Gästespieler fühlte sich für eine Flanke von Hasebe verantwortlich, Helmes lauerte am zweiten Pfosten und traf gegen seinen Ex-Klub.

Zwei Minuten später hätte Polaks nächster Bodycheck die Gäste fast den nächsten Wechsel gekostet. Doch Kießling wurde genäht, spielte weiter und musste mit ansehen, wie Dejagah mit einem satten Schuss aus spitzem Winkel Wolfsburg in Führung brachte.

Nach dem Seitenwechsel war der eingewechselte Karim Bellarabi (59.) nach einem wunderbar vorgetragenen Konter zu verspielt und vergab den Ausgleich. Wolfsburg machte es besser. Dejagah brachte den Ball nach einem schnellen Gegenzug scharf nach innen und Kadlec traf ins eigene Tor. Leverkusen bemühte sich zwar um Ergebniskorrektur, war im Abschluss trotz des späten Treffers zum 2:3 letztlich jedoch zu harmlos.

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