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Leverkusen feiert den 300. Bundesliga-Heimsieg

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18.02.2012

1. Bundesliga Leverkusen feiert den 300. Bundesliga-Heimsieg

Schürrle trifft nach 874 torlosen Minuten – “Es war wieder an der Zeit”.

Leverkusen – Nach der Lehrstunde durch Lionel Messi und Co. ist Bayer Leverkusen immerhin in der Fußball-Bundesliga ein Befreiungsschlag geglückt. Vier Tage nach dem 1:3 gegen den FC Barcelona kam die Mannschaft von Trainer Robin Dutt gegen Neuling FC Augsburg zu einem 4:1 (1:0) und schaffte nach vier Pflichtspielen ohne Sieg mal wieder ein Erfolgserlebnis. Mit 34 Punkten festigte Bayer damit seinen Europa-League-Platz. Die Augsburger, die seit sieben Spielen nicht mehr gewonnen haben, bleiben mit nur 18 Zählern Tabellenvorletzter.

Vor der spärlichen Kulisse von 23.368 Zuschauern in der BayArena machten Stefan Kießling mit seinen Saisontreffern Nummer fünf und sechs (25. Minute und 64.) sowie Gonzalo Castro (60.) und Andre Schürrle (70.) den 300. Bundesliga-Heimsieg in der Leverkusener Klubgeschichte perfekt. Den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte Ja-Cheol Koo (50.).

“Wir waren in den entscheidenden Szenen zu passiv”, klagte Augsburgs Torhüter Simon Jentzsch. “Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Sonst wird es schwer mit dem Klassenerhalt.” Dagegen war Schürrle erleichtert, dass er seine Negativserie von 874 torlosen Minuten beendet hat: “Es war wieder an der Zeit. Ich bin sehr glücklich, dass es mal wieder geklappt hat und dann auch noch mit einem Sieg.”

Leverkusen kann spielerisch nicht voll überzeugen

Fußballerisch blieb Bayer aber einmal mehr Vieles schuldig. Allzu oft agierten die Leverkusener gegen den Abstiegskandidaten ideenlos und im Spielaufbau viel zu umständlich. Nur selten wusste die Werkself ihre technische Überlegenheit auszuspielen.

So resultierte fast schon folgerichtig der Führungstreffer aus einer Standardsituation. Nach einer Ecke stand Kießling sträflich frei und traf per Kopf. Auch der Brasilianer Renato Augusto hatte zwei gute Möglichkeiten (24. und 36.).

Die Augsburger versteckten sich aber keineswegs und brachten die Leverkusener trotz ihrer begrenzten Möglichkeiten ein ums andere Mal in Verlegenheit. Insbesondere kurz vor der Pause war im Leverkusener Strafraum die Verwirrung groß. Zunächst wäre Kießling beinahe ein Eigentor unterlaufen (44.). Bei der anschließenden Ecke rettete zunächst Bernd Leno nach einem Kopfball von Sebastian Langkamp die Führung, beim anschließenden Abpraller köpfte Koo den Bayer-Spieler Castro auf der Linie an (45.).

Kapitän Rolfes nicht in der Startelf

Castro durfte sogar die Kapitänsbinde tragen, nachdem Nationalspieler Simon Rolfes von Dutt eine Pause auf der Bank verordnet bekommen hatte. Auch Manuel Friedrich, der am Dienstag noch erfolglos bei der Jagd nach dem Messi-Trikot gewesen war, musste für Ömer Toprak weichen. Der verletzte Mittelfeldstar Michael Ballack verfolgte das Geschehen wieder einmal von der Tribüne aus.

Und was Ballack da sah, dürfte ihn kaum begeistert haben. Kurz nach der Pause legte Sascha Mölder per Hackentrick den Ball quer auf den völlig freistehenden Koo. Der südkoreanische Nationalspieler ließ sich die Chance nicht nehmen und traf aus 20 Metern. Anschließend wurden die Pfiffe und Unmutsbekundungen aus dem Bayer-Fanblock immer lauter. Für Beruhigung sorgte da die abermalige Führung durch den starken Castro auf Zuspiel von Lars Bender (60.). Vier Minuten später war dann erneut Kießling zur Stelle. Und kurz darauf kam auch Nationalspieler Schürrle endlich mal wieder zu einem Treffer (70.).

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