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29.11.2009

“Leitlinie Depression” soll Abkehr von undifferenzierter Arzneimittelgabe einleiten

Hamburg – Die „Leitlinie Depression“ der deutschen Psychiater, Psychotherapeuten und Neurologen soll eine Abkehr von undifferenzierter Arzneimittelgabe einleiten. Erst bei schweren Depressionen rate die Leitlinie, mehr oder minder sofort mit Psychotherapie plus Arzneimitteln zu beginnen, erläuterte Co-Autor und Medizinpsychologe Martin Härter die Empfehlung im Nachrichtenmagazin „Focus“. „Bei einer leichten Depression sollten Behandler und Patient zwei Wochen zuwarten und die Entwicklung beobachten.“ Erst wenn sich keine Besserung einstelle, sei eine Psychotherapie zu beginnen oder ein Medikament einzusetzen, so Härter, der am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf arbeitet. Ebenso, nur ohne Wartefrist, sei bei mittelschwerem Erkrankungsgrad zu verfahren. Dem FOCUS-Bericht zufolge favorisiert das 263-seitige Schriftstück gegen Selbstmordgedanken kein eigentliches Antidepressivum, sondern den Wirkstoff Lithium. Die Leitlinie war am Donnerstag veröffentlicht worden.

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