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04.02.2010

Leitfaden: Kinder und Social Communitys – Auf gesundes Misstrauen kommt es an

NEUTRAUBLING (openPR) – Neue Kontakte knüpfen, mit Freunden chatten, in Gästebücher schreiben – der alltägliche kommunikative Austausch und die Pflege von Freundschaften werden seit einigen Jahren anders betrieben. Dabei gewinnen virtuelle Netzwerke, sogenannte Social Networks und Social Communitys besonders für Jugendliche zunehmend an Bedeutung. Die Auseinandersetzung mit diesen Entwicklungen ist die Grundvoraussetzung für Erziehungsberechtigte, um Jugendliche bei der Internet-Nutzung sinnvoll unterstützen zu können.

Das Internet zu verbieten – das hat sich herumgesprochen – ist keine Alternative und führt nicht selten zu gefährlichen Heimlichkeiten. Vielmehr sollten junge Menschen den verantwortungsvollen und selbstständigen Umgang erlernen. Erziehungsberechtigte sind angehalten, ihre Kinder beim Erwerb der nötigen Fähigkeiten zu fördern, die für die sichere Nutzung des Internets unabdinglich sind. Natürlich sind auch die Portalbetreiber gefragt. Sie sollten ihre jungen Nutzer auf Gefahren hinweisen und Erziehungsberechtigte bei der Vermittlung der üblichen Umgangsformen (Netiquette) und speziellen Verhaltensregeln auf Internet-Portalen helfen. Jappy hat zu diesem Zweck zwei Leitfäden zusammengestellt – einen Leitfaden für Eltern und einen Leitfaden für Jugendliche.

In den beiden Ratgebern unterstreicht Jappy, dass ein Treffen mit einer Internet-Bekanntschaft sehr gefährlich werden kann. Eltern wird empfohlen, ihren Kindern vor Augen zu führen, dass der vermeintliche Freund aus dem Internet im wahren Leben eine fremde Person ist, deren Pläne niemand kennt. Ein weiterer Tipp: Um schon im Vorfeld ungewollten und fragwürdigen Angeboten aus dem Weg zu gehen, sollten Nutzer in keinem Fall persönliche Bilder an Fremde versenden. Sobald jugendliche Nutzer zu irgendwelchen merkwürdigen Handlungen aufgefordert werden, sollten sie das Gespräch direkt abbrechen.

„Im Internet kommt es auf gesundes Misstrauen an! Alles, was ein anderer User schreibt, alle Profil-Informationen, die ein User einstellt, könnten auch unwahr sein! Hinter der 14-jährigen virtuellen Freundin verbirgt sich möglicherweise ein älterer Mann, der ganz andere Absichten hat“, warnt Carolin Wimmer, Jugendschutzbeauftragte von Jappy und ergänzt: „Die entscheidende Rolle haben die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten – Medienkompetenz ist Erziehungssache. Ganz wichtig ist dabei, den Kindern zu vermitteln, dass sie ihre Internet-Erlebnisse jederzeit mit ihnen besprechen können.“

Die Jappy-Leitfäden sind in verständlicher Sprache gehalten, machen auf Gefahren aufmerksam, die online lauern und beschreiben das richtige Verhalten in Social Communitys. Jappy-Moderatoren empfehlen darum jüngeren Usern, bei Fragen und Zweifeln die Leitfäden zu Rate zu ziehen. Sie wurden bereits an verschiedene soziale Organisationen verteilt und können auch als gedruckte Flyer direkt bei Jappy bestellt werden. Carolin Wimmer ist sicher, dass durch die gemeinsame Anstrengung von Netzwerk-Betreibern und Erziehungsberechtigten Missbrauch verhindert werden kann.

Ein geläufiges Beispiel sind interaktive Gewinnspiele, die über verschiedene Ebenen aufgebaut sind und die Zielgruppe auch jenseits des eigentlichen Spiels interessieren und aktivieren können. So zieht ein Reisegewinnspiel viele potentielle Kunden an. Sie interessieren sich für das Urlaubsziel, den Reiseanbieter oder für das Spiel an sich. Bei der Verbreitung der Werbebotschaft kann der Werbetreibende auf virale Effekte setzen: Was aktive User für gut befinden, wird von ihnen weitergegeben und findet auf einen Schlag mehr Beachtung innerhalb der ausgewählten Zielgruppe. Die positive Wahrnehmung im Social Web und die Erhöhung der Interaktion mit dem Produkt steigern die Markenbekanntheit. Beides führt zu einer stärkeren Kundenbindung und häufig zum Primärziel einer jeden Marketingkampagne – zu mehr Umsatz.

Der markante Vorteil von Jappy gegenüber anderen Sozialen Netzwerken besteht in der hohen Verweildauer der Nutzer sowie in der Breite der Zielgruppen – bei Jappy sind Menschen aller sozialen Schichten anzutreffen. Manche Werbetreibende haben jedoch Angst vor der scheinbaren Komplexität von Social Media Marketing. Sie halten gezielte Kampagnen bei Sozialen Netzwerken für schwierig. Als Begründung wird oftmals angeführt, das Publikum sei vielschichtig und die richtige Botschaft zu schwer zu treffen.

Matthias Vogl dazu: „Der Fehler liegt woanders. Die meisten Werbetreibenden sind klassische Medien gewohnt, in denen sie auf ein passives Publikum treffen. Oft wird darum der Fehler begangen, den User nicht einzubinden. Wenn die Werbung aber kreativ ist und es schafft, die Zielgruppe zur Handlung zu bewegen, dann wird sie in der Social Community zur lohnenden Investition.“ Die Macher von Jappy sind sich sicher: Interaktive Formate gehören heute zu jedem ausgewogenen Marketing-Mix. Und jeder, der Werbung im Sozialen Netzwerk richtig konzipiert, wird die Vorzüge kennenlernen und damit fortfahren.

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