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Fachkräftemangel Zeitarbeitsfirmen in Sachsen fordern vermehrt Ablösesummen

Die Verleiher seien daran interessiert, ihr Personal zu halten.

Leipzig – Aufgrund des Fachkräftemangels fordern Zeitarbeitsfirmen in Sachsen vermehrt Ablösesummen für Arbeitnehmer bei einem Jobwechsel.

„Bis zu 6.000 Euro zahlen Industriebetriebe und Dienstleister bei der Übernahme von Leiharbeitskräften“, sagte Björn Richter vom Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen in Sachsen der „Mitteldeutschen Zeitung“. Als Ablöse würden häufig drei Monatsgehälter des Arbeitnehmers vereinbart.

Abwerbeprämien gäbe es laut Richter bereits seit Jahren in der Branche, doch würden sie zunehmend wichtiger für die Zeitarbeitsfirmen. Vermittelt eine Leihfirma einen Mitarbeiter beispielsweise an einen Industriebetrieb, so wird vertraglich eine Ablösesumme vereinbart. Meist stehe diese in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Zeitarbeitsfirma.

„Wie das konkret ausgestaltet wird, hängt aber von den Vertragspartnern ab“, erläuterte Richter. Für eine Hilfskraft würden meist nur wenige hundert Euro gezahlt.

Die Zeitarbeitsbranche habe das Thema bisher kaum öffentlich thematisiert. Denn die Politik sei daran interessiert, dass Zeitarbeitnehmer möglichst reibungslos in unbefristete, reguläre Arbeitsstellen wechseln können, so Richter weiter. Ablösen könnten solche Wechsel jedoch erschweren.

Zeitarbeitsfirmen litten zunehmend unter dem Fachkräftemangel. Die Verleiher seien daran interessiert, ihr Personal zu halten. Nur bei Ablösen seien sie vielfach bereit, einem sofortigen Wechsel zuzustimmen. Laut Zeitarbeitsverband gilt die Faustformel: Je kürzer die Leihfrist, umso höher die Ablöse bei einer Abwerbung.

23.04.2019 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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