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Versorgung von Krebspatienten ist gefährdet

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16.02.2013

Lauterbach Versorgung von Krebspatienten ist gefährdet

SPD-Gesundheitsexperte sieht Bundesgesundheitsminister in der Pflicht.

Berlin – Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht die Versorgung von Krebspatienten in Deutschland derzeit als „gefährdet“ an. Es gebe einen Mangel im Bereich der Chemotherapeutika und Antibiotika, weil Arzneimittel nicht lieferbar seien, sagte Lauterbach der Nachrichtenagentur dapd in Berlin. Die Pharmaindustrie haben deren Lieferung eingeschränkt, „weil es sich für sie nicht lohnt“ und sich mit den Medikamenten „nicht die von der Branche gewünschten 25 Prozent“ Gewinn machen ließe. Dies sei „ein rücksichtsloses Vorgehen“ und nicht hinnehmbar.

Lauterbach sagte, man werde dem Wunsch der Branche, die Rabattverträge abzuschaffen, nicht nachkommen. Die meisten der Arzneimittel, die derzeit nicht geliefert werden könnten, enthielten Wirkstoffe, die nicht kompliziert herzustellen seien und die nicht im Preis gedrückt würden.

Für den SPD-Politiker ist Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) in der Pflicht: Dieser hätte „längst handeln müssen“, weil das Problem, das für bestimmte Patienten „eine Sache von Leben und Tod“ sei, längst bekannt sei. Lauterbach plädierte für eine nationale Arzneimittel-Reserve. Diese sei leicht zu organisieren und „dringend notwendig“, weil die Medikamente bei der Chemotherapie zum Teil nicht ersetzt werden könnten, „ohne dass sich die Prognose der Patienten verschlechtert“.

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