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Piratenpartei
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Lauer Scheitern ist in Piraten-Struktur angelegt

„Ich meine die Transparenz, die nie wirklich definiert worden ist.“

Berlin – Der frühere Berliner Piraten-Vorsitzende Christopher Lauer zieht nach seinem Austritt aus der Partei eine enttäuschende Bilanz: Das Scheitern der Piraten sei bereits in ihrer Struktur angelegt gewesen, sagte er in einem Interview mit der „Welt“. Lauer wörtlich: „Die Erkenntnis, die mich letztlich zum Austritt gebracht hat, ist, dass dieses Scheitern, was wir jetzt erleben, im Grunde genommen in der Grundstruktur der Partei angelegt war.“

Damit meine er die Basisdemokratie, „die nicht konkret mit Inhalt gefüllt worden ist“. „Ich meine die Transparenz, die nie wirklich definiert worden ist. Und ich meine die Strukturlosigkeit.“ Das Streben nach flachen Hierarchien habe letztlich dazu geführt, „dass sich in hohem Maße informelle Netze ausgebildet haben, die genau im Widerspruch zu der propagierten Transparenz stehen, und das hat am Ende alles nicht mehr so richtig zusammengepasst“.

Lauer beschrieb die Piraten als eine politikunfähige Partei. Einerseits sei sich die Piratenpartei über die an sie gestellte Erwartung nicht im Klaren gewesen, andererseits habe sie nicht die Strukturen geschaffen, die nötig seien, um eine solche Erwartungshaltung zu bedienen. „Das heißt, wenn man sich die Frage gestellt hätte, wie wir z.B. der Eurokrise begegnen, dann hätte man Antworten geben müssen“, sagte Lauer. Doch diese Fragen hätten sich die Piraten gar nicht erst gestellt.

Viele Mitglieder der Piratenpartei hätten ein Bild von Politik, das vor allen Dingen davon geprägt worden sei, dass man Nachrichten über Politik konsumiere. „Nur sehr wenige hatten einen Einblick in die Politik dadurch, dass sie auch tatsächlich mal in einer Partei waren. Dennoch glaube ich, dass viele Anhänger das, was die Piraten gemacht haben, für Politik gehalten haben“, sagte Lauer. Die Beobachter von außen hätten das allerdings anders eingeschätzt.

24.09.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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