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Lafontaine zum Spitzenkandidaten gewählt

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12.02.2012

Linke Lafontaine zum Spitzenkandidaten gewählt

Fraktionschef stimmt Linke auf Wahlkampfauseinandersetzungen ein.

Saarbrücken – Oskar Lafontaine führt die Linkspartei als Spitzenkandidat in die saarländische Landtagswahl am 25. März. Der Vorsitzende der Landtagsfraktion wurde am Sonntag auf einer Parteiversammlung in Saarbrücken mit 275 von 295 gültigen Stimmen auf Platz Eins der Landesliste gewählt. Mit Nein votierten 16 Delegierte.

Lafontaine stimmte die Saar-Linke vor seiner Wahl mit scharfer Kritik an CDU, SPD und Grünen auf die Wahlkampfauseinandersetzungen ein. Die Abstimmung sei “noch nicht gelaufen”. CDU und SPD warf Lafontaine vor, keine Vorstellung darüber zu haben, wie sie das Land sanierten wollten.

Die CDU sei verantwortlich für eine Verschuldung des Landes “in unglaublichem Ausmaß”. Während ihrer Regierungszeit sei der Schuldenberg des Landes von sechs auf über zwölf Milliarden Euro gestiegen. Wenn die CDU jetzt eine “Zukunft ohne Schulden” verspreche, sei das unglaubwürdig. “Sanieren muss man können”, unterstrich Lafontaine.

Von der SPD wiederum forderte er eine Erklärung, wie sie Mindestlöhne oder Tariftreue mit einer CDU verwirklichen wolle, die dies bislang immer abgelehnt habe. Den Grünen warf der Spitzenkandidat vor, “jede Glaubwürdigkeit verspielt” zu haben. Wer sich kaufen lasse, gehöre nicht in ein Parlament, sagte Lafontaine mit Blick auf Wahlkampfspenden vor der Landtagswahl 2009.

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