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27.02.2010

Kundus Soldaten widersprechen Angaben Kleins

Berlin – Vor dem Kundus-Untersuchungsausschuss haben Soldaten den Angaben widersprochen, die der deutsche Kommandeur Georg Klein zum Luftangriff vom 4. September 2009 in Nordafghanistan gemacht hatte. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Focus“ sagte der damalige Fliegerleitoffizier am Donnerstag vor dem Bundestags-Ausschuss aus, über Absprachen mit den US-Bomberpiloten sei Klein umfassend informiert worden. Klein hatte dagegen angegeben, die Kommunikation sei überwiegend zwischen dem Oberfeldwebel, Codename „Red Baron 20“, und den Kampfjets gelaufen. Der Fliegerleitoffizier habe ihm Bedenken der Piloten nicht vorgetragen.

Ein afghanischer Informant hatte die Bundeswehr über angebliche Taliban bei den später bombardierten Tanklastern auf dem Laufenden gehalten. Ob er sie sehen konnte, ist nach den jüngsten Vernehmungen strittig. Klein hatte betont, er gehe „aufgrund der Präzision der Beschreibungen“ von einem Sichtkontakt aus. Andere Soldaten sagten dagegen vor dem Ausschuss, diese „Quelle“ habe die Sandbank mit den entführten Lastern nicht einsehen können. Bei dem Luftangriff, für den Klein die Verantwortung übernahm, waren bis zu 142 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen auch Zivilisten.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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