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26.03.2010

Kundus Schneiderhan wollte nicht auf Bericht der NATO warten

Berlin – In der Affäre um den Luftangriff von Kundus am 4. September 2009 ist angeblich eine E-Mail aufgetaucht, die neue Fragen zur Rolle von Ex-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan aufwirft. Wie die „Bild“-Zeitung in ihrer Onlineausgabe berichtet, gehe aus der E-Mail klar hervor, dass Schneiderhan nicht erst das Ergebnis der offiziellen NATO-Untersuchung abwarten wollte. Stattdessen hätte er eine „Stellungnahme vor Presse“ in Auftrag gegeben, aus der hervorgehen sollte, dass er das Handeln von Oberst Georg Klein unterstützte.

In dieser Stellungnahme hätte Schneiderhan seine Überzeugung darüber bekräftigen sollen, dass Klein „lagegerecht und rechtmäßig gehandelt hat.“ Die Email sei von Schneiderhans Büro am 19. Oktober 2009 verfasst worden, zehn Tage bevor der offizielle Bericht dem Verteidigungsministerium überhaupt zugestellt wurde. Selbst wenn der offizielle NATO-Bericht zu dem Ergebnis kommen sollte, dass „unschuldige Zivilisten“ getötet wurden, so heiße es in der E-Mail, bliebe der Generalinspekteur bei der „Beurteilung, dass K. rechtmäßig gehandelt hat.“ Öffentlich hatte Schneiderhan immer bekundet, dass man den Untersuchungsbericht abwarten solle.

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