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Kundgebungen gegen Arbeitsmarktreform

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19.02.2012

Spanien Kundgebungen gegen Arbeitsmarktreform

Landesweiter Protest der Gewerkschaften.

Madrid – Hunderttausende Spanier sind am Sonntag landesweit gegen eine umstrittene Arbeitsmarktreform der Regierung auf die Straße gegangen. Die Gewerkschaften des Landes organisierten Kundgebungen in 57 Städten, die größte davon in der Hauptstadt Madrid. Die Organisatoren sprachen von rund einer Million Teilnehmer, allerdings lagen keine offiziellen Zahlen vor.

Die Gewerkschaften stemmen sich gegen eine kürzlich eingeführte Regelung, die es spanischen Unternehmen angesichts schwindender Einnahmen erlaubt, aus Kollektivverträgen auszusteigen. Ihnen soll damit mehr Freiheit bei der Änderung von Dienstzeiten, Dienstorten und Gehältern ihrer Angestellten gegeben werden. Auch Kündigungen werden so für die Firmen billiger und einfacher. Mit der Reform will die neue konservative Regierung die angeschlagene Wirtschaft des Landes ankurbeln.

Mit fast 23 Prozent hat Spanien die höchste Arbeitslosenquote in der Eurozone. “Wenn wir wollen, dass Spanien wächst und dass Arbeitsplätze geschaffen werden, müssen wir das tun, was wir getan haben”, sagte Ministerpräsident Mariano Rajoy am Sonntag bei einem Kongress seiner konservativen Volkspartei (PP) in Sevilla. Auf Seiten der Gewerkschaften sieht man das naturgemäß anders. “Wenn die Regierung das nicht korrigiert, werden wir mit einer wachsenden Mobilisierung fortfahren”, sagte der Generalsekretär der Gewerkschaft UGT, Cándido Mndez.

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