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Künftiger EADS-Chef weist Kritik zurück

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16.02.2012

Zusammenlegung der Zentralen Künftiger EADS-Chef weist Kritik zurück

Aufregung um Überlegungen zur Zusammenlegung der Zentralen in Toulouse ist “Sturm im Wasserglas”.

München – Der designierte EADS-Chef Tom Enders wehrt sich gegen Kritik aus der bayerischen Politik. “Wie ist es eigentlich um die deutsch-französische Partnerschaft bestellt, wenn bereits Überlegungen, wie die Konsolidierung eines Firmensitzes auf der anderen Seite des Rheins, in Bayern eine Art Staatskrise auslösen”, sagte Enders der “Süddeutschen Zeitung” (Donnerstagausgabe). In der vergangenen Woche waren Überlegungen bekanntgeworden, die Zentralen von EADS aus München und Paris abzuziehen und in Toulouse zusammenzulegen. Bayerische Politiker kündigten massiven Widerstand an.

Die ganze Aufregung sei “ein Sturm im Wasserglas”, sagte Enders. München bleibe auch in Zukunft Hauptsitz von EADS in Deutschland, der Konzern-Technologievorstand bleibe komplett in Ottobrunn. Von einer Aufgabe des Standorts könne keine Rede sein. “Es ist für mich immer klar gewesen, dass wichtige Zentralfunktionen der EADS-Gruppe auch zukünftig in Paris und München verbleiben werden”, sagte Enders.

Der künftige EADS-Chef kritisierte: “Ich hätte mir gewünscht, dass Herr Seehofer und Herr Zeil, bevor sie ihren heiligen Zorn über EADS und mich persönlich ausschütten, sich erst einmal über die Entwicklung von EADS in Bayern informiert hätten.” Seit dem Jahr 2000 sei die Zahl der Stellen im Freistaat um 1.500 gestiegen, sagte Enders. “Es kann also keine Rede von mangelndem Engagement unsererseits.”

Die Replik aus Bayern kam prompt. Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) sagte: “Der Ton von Herrn Enders gegenüber dem Freistaat ist angesichts unseres dauerhaften Einsatzes für das Unternehmen völlig unangemessen.” Er begrüße es aber, dass Enders “ein eindeutiges Bekenntnis zum EADS-Standort Bayern” abgebe. Um etwaige Missverständnisse auszuräumen, habe er Enders um ein Gespräch gebeten, sagte Zeil.

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