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Präsident Castro leitet Generationenwechsel ein

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25.02.2013

Kuba Präsident Castro leitet Generationenwechsel ein

Fidels Bruder kündigt Rückzug für 2018 an.

Buenos Aires – Der kubanische Präsident Raul Castro will nur noch bis 2018 amtieren. „Die wichtigsten Ämter werden wir an die neuen Generationen übergeben“, sagte er am Sonntag vor dem Kongress. Castro war zuvor für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden. Eine dritte Amtszeit strebt er nicht an.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht mit der Ankündigung Castros der neue Vizepräsident Miguel Diaz-Canel Bermudez. Er ist erst 52 Jahre alt – 36 Jahre jünger als sein Vorgänger. Erstmals steigt damit ein Technokrat in den engsten Führungszirkel der Regierung auf, der nicht selbst in der Revolution von 1959 gekämpft hat.

Wenn 2018 Raul Castros seine zweite Amtszeit endet, wird damit dann voraussichtlich die Ära Castro Vergangenheit sein. Im Jahr zuvor hatte der 81-Jährige noch eine Verfassungsreform angekündigt, die die Besetzung zentraler Positionen auf zwei Amtszeiten begrenzen soll.

Raul Castro hatte das Präsidentenamt 2008 von seinem älteren Bruder Fidel übernommen, der aus Gesundheitsgründen nicht wieder kandidiert hatte. Sein offizieller Titel ist Präsident des Staatsrats und des Ministerrats. Außerdem ist er Vorsitzender der Kommunistischen Partei Kubas.

Lange Probezeit für den möglichen Nachfolger

Der Kandidat für die Nachfolge Castros dürfte nun allerdings eine lange Probezeit haben: In den fünf Jahren bis zur nächsten Kongresswahl muss er die wirtschaftlichen Probleme des Landes in den Griff bekommen. Gleichzeitig muss er die – in Castros Worten – „Kontinuität der sozialistischen Revolution“ garantieren.

Das wird ein Spagat zwischen dem Anlocken von ausländischen Investoren und der Kaderpolitik. „Der wirtschaftliche Kampf ist heute mehr denn je die zentrale Aufgabe“ – dieses Zitat Castros findet sich selbst auf Häuserwänden in Havanna. „Die Zukunft Kubas hängt von seinem Ausgang ab“, sagte auch der staatliche Ökonom Juan Triana in einem Interview mit dem Fernsehsender Telesur.

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion war Kuba Anfang der 90er Jahre sein wichtigster Exportmarkt für Zucker abhandengekommen, der zugleich Lieferant von Lebensmitteln, Medikamenten und Maschinen war. Bis heute hat sich Kuba davon nicht erholt. Venezuelas Präsident Hugo Chavez ist mit Wirtschaftshilfen in die Bresche gesprungen. Er wurde kürzlich ärztlich auf Kuba behandelt.

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