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10.10.2009

Kritik an Erhebungsmethode der Musik-Charts

Hamburg – In der Musikbranche macht sich Kritik an den Regeln zu den Top-100-Charts breit. „Die Charts kann keiner mehr verstehen. Ich fordere eine Entrümpelung und Neugestaltung. Sonst muss man sich die Sinnfrage stellen“, sagt Edgar Berger, Deutschland-Chef von Sony Music dem „Spiegel“. Neben den Single-Charts, bei denen aktuell Künstler wie David Guetta oder Marit Larsen an der Spitze sind, gibt es die Jazz-Charts oder die Schlager-Longplay-Charts. Im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie erhebt die Firma Media Control unter anderem wöchentlich die Umsätze, die mit dem Verkauf von Tonträgern in ausgewählten Verkaufsstellen getätigt wurden. „Packt man ein T-Shirt dazu oder macht eine Sonderedition, erhöht das den Verkaufspreis und lässt die Platte im Ranking nach oben steigen. Es macht doch keinen Sinn, dass nicht die tatsächlich verkaufte Stückzahl interessiert, sondern der Preis entscheidend ist“, sagt Berger. Auch Ex-Universal-Boss Tim Renner kritisiert das Prinzip: „Charts sind heute völlig irrelevant. Die Musikindustrie rennt einem Mechanismus hinterher, der dem Markt nicht mehr entspricht.“

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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