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16.08.2013

Krise in Ägypten EU-Staaten wollen Reisewarnungen abstimmen

Premiere in der Geschichte der Europäischen Union.

Berlin – Die 28 EU-Staaten haben erwogen, ihre Reisewarnungen für Ägypten untereinander abzustimmen. Darüber würden die EU-Botschafter voraussichtlich am kommenden Montag in Brüssel beraten, erfuhr die digitale Tageszeitung „Handelsblatt Live“ von EU-Diplomaten.

Das wäre eine Premiere in der Geschichte der Europäischen Union. Bisher ist üblich, dass jeder EU-Staat selbst entscheidet, ob er seine Bürger vor Reisen in ein Krisengebiet warnt und in welcher Form dies geschieht. Im Falle Ägyptens denkt die EU nun darüber nach, von der bisher üblichen Praxis abzuweichen und die Reisewarnungen zu koordinieren.

Zur Begründung hieß es, dass Ägypten für die Europäer ein besonders attraktives Reiseland sei. Es mache daher Sinn, Widersprüche bei den Reisewarnungen zu vermeiden und diese auf EU-Ebene zu koordinieren. Darum kümmern soll sich der Auswärtige Dienst der EU (EAD).

Juristische Konsequenzen für Touristen und Reiseveranstalter

Die Reisewarnungen haben juristische Konsequenzen für Touristen und Reiseveranstalter. In Deutschland etwa erfolgen die Reisewarnungen in zwei Stufen. Stufe eins hat zur Folge, dass die Reiseveranstalter den Kunden die Möglichkeit einer Umbuchung in ein anderes Land anbieten. Das ist im Fall Ägypten derzeit bereits der Fall.

Stufe zwei bedeutet, dass die Konflikte die Verkehrsinfrastruktur des betroffenen Landes komplett lahmlegen und die Sicherheit flächendeckend nicht mehr gewährleistet ist. In dem Fall dürfen Reiseunternehmen das Land nicht mehr anfliegen und müssen den Kunden die Reisekosten erstatten.

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